Mbappé zurück im gipfelduell: real peilt city-triumph an

Kylian Mbappé fliegt nach Manchester – und mit ihm die Hoffnung von Real Madrid, den Titelverteidiger früh aus der Champions League zu kicken. Nach fünf Spielen Zwangspause meldete Trainer Álvaro Arbeloa am Montagabend kurz und klar: Mbappé ist spielbereit.

Arbeloa zündet den turbo

Arbeloa zündet den turbo

Die Nachricht traf die Königlichen wie ein Adrenalinschuss. Ohne ihren französischen Superstar wirkte das Team im Hinspiel zwar effizient, aber nicht explosiv. Das 3:0 war Arbeit, keine Demonstration. Mit Mbappé könnte das Spektakel beginnen. „Ich kann es kaum erwarten, ihm beim Spielen zuzusehen und die Tore zu genießen, die er schießt“, sagte Arbeloa und klang dabei wie ein Fan, der seinen Idol endlich wieder live erleben darf.

Doch nicht alle Rätsel sind gelöst. Jude Bellingham reiste zwar mit, wird aber nur auf der Bank Platz nehmen. Neun Spiele hat der Brite verpasst, seine Oberschenkelprobleme halten ihn noch auf Distanz. „Er wollte mit seinen Teamkollegen kommen“, betonte Arbeloa. Die Botschaft: Die Mannschaft ist seine Familie, und Familie lässt man nicht im Sturm allein.

Die Ausgangslage ist klar. Real führt 3:0, hat City in den vergangenen beiden Jahren bereits zweimal eliminiert und könnte den Triple-Traum der Skyblues schon wieder begraben. Pep Guardiolas Mannschaft muss gewinnen – mindestens mit drei Toren Differenz, will sie nicht vorzeitig in die Sommerpause starten. Die Etihad wird kochen. Die Frage ist nur: Reicht Selbstvertrauen, wenn Mbappé mitläuft?

Die Zahlen sprechen für Real. In den letzten 17 Pflichtspielen kassierte der Klub nur viermal mehr als ein Gegentor. Doch die Champions League ist kein Computermodell. Ein einziges Tor des Franzosen kann die mentale Kippmarke verschieben. Und Mbappé? Er lebt für solche Nächte.

Wenn die Anpfiff-Sirene ertönt, steht nicht nur ein Viertelfinale auf dem Spiel. Es geht um Prestige, um die Frage, wer Europa im März noch dominiert. Real hat die Chance, City dreimal hintereinander aus dem Wettbewerb zu fegen – das wäre eine historische Serie. Guardiola hingegen muss beweisen, dass sein Projekt nicht nur in der Liga, sondern auch auf der großen Bühne Bestand hat.

Der Countdown läuft. 21.00 Uhr, Dienstag, Manchester. Die Welt schaut auf Mbappé. Und der Franzose schaut zurück – direkt ins Tor.