Littbarski springt für kwasniok in den ring: „der schaukelt das noch"

Der 1. FC Köln taumelt, aber Pierre Littbarski hält die Fahne hoch. „Sie spielen gut und holen zu wenig Punkte – ich glaube, dass Kwasniok das Ding noch schaukelt“, sagt der Weltmeister von 1990 und längstige Kult-Kölner Sport1 exklusiv. Kein Zucken, kein „wenn“ oder „aber“. Einfach ein Schlag ins Gesicht der Schwarzmaler.

Kwasniok hat „das herz am rechten fleck“ – egal, wie laut die kurve pfeift

25 Zähler, Platz 14, nur einen Punkt über Relegationsgrab: Die Zahlen schreien nach Panik. Doch Littbarski, 12 Jahre Ehrenmann an der Müngersdorfer Kreuzung, sieht das Bild klarer als die Statistik. „Er hat das Herz am rechten Fleck“, betont der 65-Jährige und schlägt damit jene Fans in die Schranken, die Kwasnioks Style als zu laut, zu selbstbewusst empfinden. „Was heißt extrovertiert? Er ist so, wie er ist. Er redet, wie ihm der Mund gewachsen ist.“

Die Botschaft: Wer jetzt den Trainer wechseln will, versteht nichts vom Charakter eines Klubs, der immer schon mit Leidenschaft statt mit Leerlauf überlebte. Littbarski kennt die DNA des FC besser als jeder Vorstandsvorsitzende. Für ihn zählt der Blick auf den Rasen, nicht auf die Twitter-Trends.

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Samstag, 15.30 Uhr, Rhein-Derby. Gegner: Borussia Mönchengladbach, ebenfalls mit 25 Punkten, ebenfalls im freien Fall. Littbarski lacht kurz: „Das wird ein Nervenspiel, klar. Aber genau diese Spiele muss man jetzt gewinnen.“ Keine Floskel, sondern Erinnerung an eigene Schlachten. 1984 rettete er dem FC mit einem Hackentor gegen Gladbag die Saison – heute reicht vielleicht schon ein richtig gesetztes Mittelfeld.

Kwasniok steht in der Kabine, die Kurve dampft, die Medien warten auf die nächste Schlagzeile. Littbarski blickt durch das Getümmel: „Wenn die Jungs das spielen, was sie können, bleiben sie drin.“ Mehr muss er nicht sagen. Der Ex-Weltmeister hat gesprochen, Köln hat die Richtung: Weiterkämpfen, nicht wegducken.