Mbappé schreibt geschichte: frankreich bezwingt senegal mit superstar-qualität!
East Rutherford – Ein holpriger Start, eine gehörige Portion Geduld und dann die Geniestreiche der Stars: Frankreich hat seine Titelmission bei der WM 2026 offiziell eröffnet, auch wenn die Leistung noch Luft nach oben lässt. Mit 3:1 gegen Senegal gewannen die Franzosen ein Spiel, das mehr als nur drei Punkte bedeutete – es war eine Revanche für die bittere Niederlage vor 22 Jahren in Seoul und der Beweis, dass die teure Elf von Trainer Didier Deschamps trotz anfänglicher Schwierigkeiten zu den großen Favoriten gehört.
Olise und mbappé lösen den knoten
Die erste Halbzeit gehörte den Senegalesen, die mit einer beeindruckenden Disziplin und taktischer Reife verteidigten und Frankreich vor große Probleme stellten. Sadio Mané und sein Team, inspiriert von ihrem historischen Sieg 2002, ließen kaum Durchlässigkeit zu und hielten die Offensive der Équipe Tricolore erstaunlich gut in Schach. Ein Pfostenschuss von Nicolas Jackson ließ zudem die französischen Fans kurz den Atem anhalten. Doch dann, in der 66. Minute, kam das Feuer: Michael Olise mit einer brillanten Vorbereitung, Kylian Mbappé mit dem eiskalten Abschluss – 1:0 für Frankreich. Der Rekordmann ließ keine Zweifel aufkommen und vollendete einen Traumzuspiel von Joshua Kimmich.
Bradley Barcola erhöhte den Druck mit seinem Tor in der 82. Minute, während Ibrahim Mbaye in der Nachspielzeit nur den Anschluss erzielte. Mbappés zweiter Treffer, erneut vorbereitet von Olise, in der 90.+6 Minute machte den Sieg perfekt und schrieb gleichzeitig Geschichte: Mit seinen Toren 57 und 58 überholte er Olivier Giroud und ist nun Frankreichs Rekordtorschütze. Ein verdienter Erfolg, wenn auch nicht ohne Wackelpeter.

Die defensive muss sich fangen
Die Leistung in der ersten Halbzeit wirft jedoch Fragen auf. Die französischen Verteidiger hatten Mühe, die schnellen Konter der Senegalesen zu unterbinden, und wirkten stellenweise unsicher. Dayot Upamecano, der gegen seinen Vereinskollegen Jackson zu Feldzug musste, hatte einige heikle Momente. Deschamps wird sich in den kommenden Tagen auf die Stabilisierung der Defensive konzentrieren müssen, um im zweiten Gruppenspiel gegen den Irak am Montag nicht in Schwierigkeiten zu geraten.
Frankreich präsentierte sich mit einem Marktwert von fast 1,5 Milliarden Euro als das teuerste Team der WM-Geschichte. Die Erwartungen sind enorm, und der Druck, den dritten Stern auf der Brust zu tragen, ist spürbar. Doch nach dem Sieg gegen Senegal ist klar: Die Franzosen haben das Potenzial, in diesem Turnier eine dominante Rolle zu spielen – vorausgesetzt, sie finden schnell zu ihrer Bestform.
