Matoshi: vom bankdrücker zum schlüsselspieler – thun auf titelkurs!
Valmir Matoshi – wer hätte das gedacht? Der 22-jährige Mittelfeldspieler des FC Thun hat sich in der Rückrunde zu einem der prägenden Elemente der Mannschaft entwickelt und scheint maßgeblich am Aufstieg der Berner zur Meisterschaft beteiligt zu sein. Nach einer anfänglichen Phase der Geduld auf der Ersatzbank ist er nun unumstrittener Leistungsträger und sorgt für Furore.
Die wende: selbstvertrauen durch konstant starke leistungen
Die Saison begann für Matoshi zögerlich. Er verbrachte viel Zeit auf der Bank, doch der talentierte Mittelfeldspieler ließ sich nicht entmutigen. Seine harte Arbeit im Training zahlte sich aus: „Ich habe das Gefühl, dass es von den guten Leistungen im Training kommt, dass ich danach an den Wochenenden von Beginn an spielen durfte“, erklärt Matoshi. Diese zunehmende Einsatzzeit beflügelte ihn und sorgte für einen enormen Schub an Selbstvertrauen. Seine sieben Torbeteiligungen im Jahr 2026 belegen eindrücklich seine aktuelle Form.
Ein Schlüsselmoment war der 2:1-Auswärtssieg gegen den FC Basel im Februar. Kurze Zeit nach seiner Einwechslung markierte Matoshi mit einem spektakulären Dropkick den Siegtreffer, ein Moment, der ihm noch lange in Erinnerung bleiben wird. „Die Erinnerungen an diesen Sieg sind sehr schön. Das war für mich persönlich ein Moment, der mir Aufschwung gegeben hat. Ab diesem Moment ist es ziemlich gut gelaufen, seither habe ich siebenmal von Anfang an gespielt“, blickt der junge Offensivmann zurück.

Neue position, neues glück: matoshi überzeugt im linken mittelfeld
Trainer Mauro Lustrinelli weckte Matoshis Potenzial durch eine taktische Umstellung. Während er in der Challenge League hauptsächlich im Zentrum agierte, brilliert er nun im linken Mittelfeld. Eine Position, die ihm sichtlich liegt: „Die Position gefällt mir sehr. Das passt zu meinem Spiel – dieses Box-to-Box, dass ich offensiv und defensiv präsent sein kann. Mittlerweile muss ich sagen, gefällt mir diese Position besser und liegt mir auch mehr.“ Seine Dynamik und sein Einsatzwillen machen ihn zu einem wichtigen Faktor im Spiel des FC Thun.
Trotz der jüngsten zwei Niederlagen liegt Thun weiterhin komfortabel an der Spitze der Tabelle. Mit einem Vorsprung von zwölf Punkten vor St. Gallen vor den letzten sechs Spieltagen ist der Meistertitel mehr als nur in greifbarer Nähe. Matoshi bleibt jedoch gelassen: „Wir haben uns diesen Vorsprung erarbeitet. Das bereitet uns nicht so viel Druck, denn wir kennen unsere Qualitäten. Wir haben bis zum heutigen Tag gekämpft und diese Spiele gewonnen. Fussballspielen können wir alle.“
Die Thuner haben bewiesen, dass sie es mit der Konkurrenz aufnehmen können. Mit der gleichen Leidenschaft und dem gleichen Engagement, das sie bisher gezeigt haben, ist der Titelgewinn nur eine Frage der Zeit. Und Valmir Matoshi wird dabei zweifellos eine entscheidende Rolle spielen.
