Matoshi: vom bankdrücker zum schlüsselspieler im meisterschaftsrennen!

Valmir Matoshi, kaum wiederzuerkennen vom geduldigen Bankwärmer der Hinrunde, hat sich in der Rückrunde des FC Thun zu einer echten Lebensversicherung entwickelt. Der junge Mittelfeldspieler ist nicht nur ein Garant für späte Drebunkte, sondern auch ein wichtiger Baustein im Erfolgsgeheimnis von Trainer Mauro Lustrinelli. Doch wie konnte er diesen beeindruckenden Aufstieg so schnell vollziehen?

Eine frage der einstellung und des selbstvertrauens

Anfangs musste sich Matoshi noch hintenanstellen. Die Bank war öfter sein Zuhause, als er es sich gewünscht hätte. Doch anstatt zu resignieren, nutzte er die Zeit, um im Training hart zu arbeiten und seine Fähigkeiten zu verbessern. „Ich habe das Gefühl, dass es an meinen guten Leistungen im Training lag, dass ich danach an den Wochenenden von Beginn an spielen durfte“, erklärt Matoshi. Diese einfache Wahrheit hat sich als entscheidend erwiesen.

Besonders der Sieg gegen den FC Basel im Februar, wo Matoshi per Dropkick den entscheidenden Treffer erzielte, markierte einen Wendepunkt. „Die Erinnerungen an diesen Sieg sind sehr schön“, schwärmt der 22-Jährige. „Das war für mich persönlich ein Moment, der mir Aufschwung gegeben hat.“ Seitdem ist er kaum noch aus der Startelf wegzudenken und überzeugt mit sieben Torbeteiligungen im laufenden Jahr. Seine Dynamik und sein überraschende Torinstinkt machen ihn zu einem unberechenbaren Faktor für die gegnerischen Defensiven.

Die neue position als glücksgriff

Die neue position als glücksgriff

Ein weiterer entscheidender Faktor für Matoshis Entwicklung ist die Umstellung auf die Position im linken Mittelfeld unter Lustrinelli. Zuvor war er hauptsächlich im Zentrum der Challenge League eingesetzt worden. Doch auf dem Flügel entfaltet er nun sein volles Potenzial. „Die Position gefällt mir sehr. Das passt zu meinem Spiel – dieses Box-to-Box, sodass ich offensiv und defensiv präsent sein kann. Mittlerweile muss ich sagen, gefällt mir diese Position besser und sie liegt mir auch mehr.“

Während die Thuner zuletzt zwei Niederlagen hinnehmen mussten, bleibt der Vorsprung auf St. Gallen mit zwölf Punkten komfortabel. Matoshi wirkt dennoch unbeeindruckt. „Wir haben uns diesen Vorsprung erarbeitet. Das bereitet uns nicht so viel Druck, denn wir kennen unsere Qualitäten. Wir haben bis zum heutigen Tag gekämpft und diese Spiele gewonnen.“

Die Ruhe und der Fokus des jungen Mittelfeldspielers sind beeindruckend. Er scheint die Last der Meisterschaftssorgen von seinen Schultern gewischt zu haben. Denn Matoshi weiß: Solange das Team auf dem Platz umsetzt, was es bisher so stark gemacht hat, ist der Titel nur eine Frage der Zeit.