Masters-enttäuschung für spanien: garcía und rahm im duell der hoffnungslosen
Augusta. Die Hoffnungen der spanischen Fans beim Masters sind jäh gestoppt worden. Sergio García und Jon Rahm, einst als Titelanwärter gehandelt, müssen sich nun in einem Duell der Hoffnungslosen messen – und das zu einer Zeit, in der sich die Schlange vor dem Merchandise-Stand um den begehrten Caddie-Gnom bereits kilometerlang erstreckt.
García kämpft mit dem alter, rahm mit der frustration
Für Sergio García, der mit 46 Jahren an den Start gegangen ist, offenbarte das Turnier eine deutliche Diskrepanz zwischen Körper und Geist. „Le tocará aguantarme“, kommentierte er zwar etwas aufmuntert, doch seine Leistung ließ zu wünschen übrig. Ein Doppel-Bogey an Loch 17, verursacht durch einen verpatzten Approach im Bunker, zerschlug eine ansonsten ansprechende Runde, die mit drei Birdies und einem fast perfekten Eagle-Versuch am Loch 13 aufwarten konnte. Seine körperliche Fitness mag zwar mit der jüngerer Spieler mithalten, doch der Schein trügt. „Vielleicht muss ich meine Erwartungen anpassen“, räumte er ein, in Anspielung auf seine besten Zeiten vor zehn bis fünfzehn Jahren.
Auch Jon Rahm, der Titelverteidiger, zeigte eine enttäuschende Leistung. Mit 73 Schlägen blieb er deutlich hinter den Erwartungen zurück. „Mal. Mehr von demselben“, gab er kurz und bündig zu Protokoll. Trotz eines guten Starts mit Birdies an den Löchern 1 und 3, versemmelte er einen wichtigen Putt am Par-3 des Lochs 4 und verlor so den Faden. Eine seltsame Balllage im Schlamm am Loch 11 und ein missglückter Schlag unter einem Baum am Loch 14 sorgten für weitere Bogeys und untergruben seine Chancen auf den Sieg.

Die suche nach konstanz und die schatten der vergangenheit
García, der sich nach einem Sieg bei der British Open sehnt, blickt trotz der aktuellen Enttäuschung nach vorne. Er möchte mindestens 112 Majors bestreiten, wie sein langjähriger Rivale Bernhard Langer, und seine Erfolgsbilanz auf 40 Titel steigern. Die nächste Chance bietet sich bereits nächste Woche in Mexiko. Die Frage ist, ob er seine mentale Stärke behalten kann, wenn der Druck steigt.
Während García von der Vergangenheit eingeholt wird, kämpft Rahm mit der Gegenwart. Die Bedingungen in Augusta scheinen ihn zu überfordern, wie er resigniert zugab. „Ich fühle nicht, dass ich so schlecht spiele. Aber Augusta ist eben so“, erklärte er.
Es bleibt abzuwarten, ob García und Rahm ihre Enttäuschung schnell abschütteln können. Für die spanischen Fans, die in Augusta ihre Hoffnungen auf eine historische Leistung gesetzt hatten, ist der Masters 2024 vorzeitig zu Ende.
Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Seit 1975 hat kein spanischer Golfer das Masters gewonnen. Eine Durststrecke, die sich auch in diesem Jahr fortsetzt.
