Masters 2026: nur drei spanier – rahm zum favoriten?

Augusta National, Georgia – Ein Blick auf die Startliste des Masters 2026 lässt spanische Golf-Fans stutzen: Nur drei Landsmänner werden in Georgia antreten. Ein historisch geringer Wert, der die Ära der großen spanischen Dominanz im Herren-Golf in Frage stellt. Besonders bitter: Das Fehlen weiterer etablierter Namen, während Jon Rahm als klarer Favorit ins Rennen geht.

Ein trio mit geschichte und zukunft

Die drei spanischen Teilnehmer bilden ein interessantes Ensemble. Da ist Sergio García, der 2017 triumphierte und mit seiner Leidenschaft für Augusta National stets verbindet. Sein selbstbewusster Kommentar vor dem Turnier – „No estoy del todo fino, aber vamos a ver“ – zeugt von der unbändigen Hoffnung, die er in dieses Turnier legt. Ein weiteres Zeichen seiner Verbundenheit ist die Wahl des Namens „Azalea“ für seine Tochter, eine Hommage an das berühmte 13. Loch.

Neben García reist Jon Rahm an, der Titelverteidiger von 2023 und zweifellos der größte Hoffnungsträger Spaniens. Seine beeindruckende Bilanz bei den Masters – zehn Teilnahmen, darunter vier Top-10-Platzierungen und nie ein verpasster Cut – unterstreicht seine Klasse. Besonders hervorzuheben ist sein Start im LIV Golf, wo er eine beeindruckende Form präsentiert: Ein Sieg, drei zweite Plätze und ein fünfter Rang in fünf Turnieren. Das spricht Bände.

Vervollständigt wird das Trio durch José María Olazábal, einen doppelten Masters-Champion und eine Legende des spanischen Golfs. Seine Anwesenheit ist nicht nur ein Zeichen des Respekts für das Turnier, sondern auch eine Erinnerung an die glorreichen Zeiten des spanischen Golfs. „Las sensaciones son increíbles“, so Olazábal, und diese Worte spiegeln die tiefe Verbundenheit wider, die er zu Augusta National empfindet.

Das Fehlen von Größen wie José María Olazábal, der seine 60. Geburtstag bereits überschritten hat und dennoch auf dem Champions Tour glänzt, und die geringe Anzahl spanischer Teilnehmer unterstreicht den Wandel im Golfsport. Die Abwesenheit von Tiger Woods und Phil Mickelson, zwei Dominatoren des Masters, ermöglicht es anderen Spielern, in den Vordergrund zu treten. Doch die Zeiten, in denen Spanien das Masters dominierte, scheinen vorbei.

Sergio García, der mit seiner Erfahrung und seinem unbändigen Willen immer eine Gefahr darstellt, wird sich vor allem auf sein Putting konzentrieren müssen. In Augusta ist der kurze Putt oft entscheidender als das lange Spiel. Seine 27. Teilnahme am Masters wird seine 103. in der Geschichte des Turniers – nur der Europäer Bernhard Langer (111) hat mehr gespielt.

Die Augen richten sich nun auf Jon Rahm, dessen Form und Erfahrung ihn zum klaren Favoriten machen. Ob er die Gunst der Stunde nutzen und den Titel verteidigen kann, wird sich zeigen. Eines ist jedoch sicher: Das Masters 2026 wird ein Turnier der Überraschungen sein, in dem jeder Spieler die Chance hat, Geschichte zu schreiben.

Die zahl, die sticht:

Die zahl, die sticht:

Jon Rahm hat bei seinen zehn Masters-Teilnahmen noch nie den Cut verpasst. Eine beeindruckende Konstanz, die ihn zum Favoriten macht.