Masters 2026: legendäre ära endet – wer füllt die lücke?

Augusta National, 2026 – Ein Masters ohne Tiger Woods und Phil Mickelson? Die Realität ist schmerzhaft für viele golf-Enthusiasten. Zum ersten Mal seit 1994 werden die beiden prägenden Figuren des Turniers, mit ihren fünf bzw. drei Green Jackets, fehlen. Eine Ära geht zu Ende, und die Frage, wer die Lücke füllen kann, brennt heiß.

Die suche nach dem neuen favoriten

Scottie Scheffler, die Nummer 1 der Welt, sollte eigentlich seine Herrschaft fortsetzen – nach den Siegen 2022 und 2024. Doch nach dem American Express blieb er in den letzten sechs Wochen unter seinen Möglichkeiten. Trotzdem muss er in Augusta National zu den Top-Favoriten gehören. Rory McIlroy, aktuell Zweiter der Weltrangliste, hat ebenfalls eine schwere Aufgabe vor sich. Seit Tiger Woods' Dominanz im Jahr 2001 und 2002 hat niemand das Turnier direkt verteidigt können. Sein einziges Turniererfolg seit dem Grand Slam im letzten Jahr war der Open de Irlanda – ein Heimspiel.

Ein Blick auf die Weltrangliste, die durch den Einfluss der LIV golf teilweise verzerrt ist, zeigt Cameron Young auf dem dritten Platz. Gemeinsam mit dem jungen Schweden Ludvig Aberg, der in den letzten zwei Jahren in Augusta bereits als Zweiter und Siebter hervorgetreten ist, könnte Young die Überraschung sein. Der Gewinn des Players Championship und einige starke Auftritte im Arnold Palmer und Genesis sprechen für ihn. Er hat dieses Jahr bereits die meisten Punkte auf der Weltrangliste gesammelt – eine beeindruckende Leistungsvorstellung.

Der kampf der lager: pga tour gegen liv golf

Der kampf der lager: pga tour gegen liv golf

Im zunehmend hitzigen Konflikt zwischen PGA Tour und LIV golf stellen Jon Rahm und Bryson DeChambeau die Rebellen aus dem LIV-Lager. Beide präsentieren sich in Topform: Rahm gewann in Hongkong, DeChambeau triumphierte in Singapur und Südafrika. DeChambeau, der es fast ein Jahrzehnt lang brauchte, um Augusta National zu verstehen, scheint nun den Dreh raus zu haben. Seine Platzierungen im letzten Jahr, ein sechster und ein fünfter Platz, lassen auf weiteres Potential schließen. Es ist schwer vorstellbar, dass er schlechter abschneiden wird.

Erfahrung als trumpf

Erfahrung als trumpf

Neben den Top-Stars dürfen auch die erfahrenen Spieler Xander Schauffele und Tommy Fleetwood nicht übersehen werden. Beide sind bekannt für ihre Stärke mit den Eisen und können bei einer Woche mit gutem Short Game durchaus um den Sieg mitspielen. Die Expertise und die mentale Stärke dieser Routiniers könnten im entscheidenden Moment den Unterschied ausmachen. Die veränderte Konstellation ohne die beiden Legenden eröffnet jüngeren Spielern die Chance, in Augusta National Geschichte zu schreiben.

Die Masters 2026 wird somit nicht nur ein Turnier, sondern eine Zäsur in der Geschichte des Golfsports. Das Vermächtnis von Woods und Mickelson ist unbestreitbar, aber die Zukunft gehört den neuen Generationen – und es bleibt abzuwarten, wer den begehrten Green Jacket in die Höhe stemmen wird.