Martí: risiko-einsatz und podest-ambitionen in berlin und monaco!
Pepe Martí, der Rookie der Stunde in der Formel E, hat mit vier Punktgewinnen und einer konstant aufsteigenden Linie bereits für Furore gesorgt. Jetzt gilt es, den Schwung mitzunehmen und in den kommenden, fast unmittelbar aufeinanderfolgenden Rennen in Berlin und Monaco das Tempo weiter zu steigern. Die „Version 2.0“ von Pepe Martí steht kurz vor dem Durchbruch.
Fokus auf verbesserung: qualifikation und rennstrategie
Die kommenden Rennen in Berlin sind für Martí von besonderer Bedeutung. Er möchte sowohl in der Qualifikation als auch im Rennen Verbesserungen erzielen. Nach dem Rennen in Jarama, in dem er mit einem hohen Energieverbrauch zu kämpfen hatte, gibt es klare Ziele: „Wir müssen an einigen Punkten arbeiten, um das Energiebudget besser zu managen und das Limit des Autos weiter auszuloten“, so Martí mit einer Mischung aus Ehrgeiz und Bescheidenheit. Ein Podestplatz ist zwar das Ziel, aber er betont: „Wir müssen die Erwartungen realistisch halten und weiterhin hart arbeiten.“ Die Qualifikation ist dabei entscheidend, auch wenn der direkte Einzug in die Duelle nicht das oberste Ziel ist – er will sich dort verbessern, denn in dieser dicht besetzten Klasse kann eine Zehntelsekunde den Unterschied ausmachen.
Martí und sein Team wissen um die Bedeutung strategischer Entscheidungen. „Das Rennen am Sonntag wird typisch sein – der richtige Moment für den zweiten Attack Mode ist entscheidend. Am Samstag wird es aufgrund des dichteren Feldes und der anschließenden Boxenstopps mehr auf den Rennrhythmus im Stil von Jeddah ankommen“, erklärt er. Die Leistung in Jeddah, wo er mit großem Angriffswillen ein starkes Rennen zeigte, lässt auf vielversprechende Möglichkeiten hoffen, sein bisheriges bestes Ergebnis (6. Platz) zu übertreffen.

Bernhard führt das feld an – spannung vor dem qualifying
Die Stimmung im CUPRA Kiro Team ist gut, obwohl das Feld extrem eng beisammen ist und jeder die Kniffe der Berliner Strecke kennt. Die freien Trainings am Nachmittag zeigten bereits das hohe Niveau: 16 Fahrzeuge fuhren Zeiten, die an die Pole-Position des Vorjahres erinnerten, was die Geschwindigkeit und Gleichwertigkeit des Feldes unterstreicht. Martí erreichte während der Sitzung kurzzeitig den zweiten Platz, bevor die Strecke sich verbesserte und der Attack Mode bei Nico de Vries aktiviert wurde, was die Latte höher legte. Taylor Barnard zeigte mit einer Rundenzeit von 57.4 die schnellste Zeit, wobei 16 Fahrer unter 58 Sekunden blieben. Martí beendete die Session als 19. mit 58.2 Sekunden, nur sieben Zehntelsekunden hinter der Bestzeit. Der Samstag beginnt mit den morgendlichen freien Trainings, bevor am Mittag (11:40 Uhr) das Qualifying im K.O.-System beginnt. Marca.com wird ab 15:35 Uhr live vom Tempelhofer Oval berichten und das Rennen ab 16:00 Uhr verfolgen.
Der Ball liegt nun ganz klar bei Martí, um in Berlin zu punkten und seine Ambitionen in der Formel E unter Beweis zu stellen. Ein starkes Wochenende in der Hauptstadt könnte der entscheidende Schritt sein, um sich im Mittelfeld der Konkurrenz nachhaltig zu etablieren.
