Márquez verliert seinen glanz: ducati-umbau schlägt fehl
Ein Jahr nach seinem beeindruckenden Vize-Titel kämpft Álex Márquez mit dem Ducati-Motor. Die Erfolge der Vorsaison sind weit entfernt, während Gresini Racing einen dramatischen Punkteverlust verkundet. Was ist passiert?

Die glorreiche saison 2025: eine ferne erinnerung
Nur noch wenige erinnern sich an die herausragende Leistung von Álex Márquez im vergangenen Jahr. Der Spanier dominierte mit drei Siegen in Jerez, Barcelona und Malaysia sowie weiteren zwei im Sprintformat in Silverstone, Portimão und Valencia. Die Bilanz von 467 Punkten katapultierte ihn in den Kreis der Titelanwärter. Doch diese Ära scheint vorbei.
Die Verantwortlichen von Ducati belohnten Márquez mit einem hochmodernen Motor, doch dieser Umbau erwies sich als Nogo. Die Desmosedici GP26 bietet nicht die Stabilität und Geschwindigkeit der Aprilia RS-GP, die Márquez im Vorjahr so ausgezeichnete Ergebnisse ermöglichte. Fabio Di Giannantonio ist derzeit der einzige Ducati-Pilot, der mit der aktuellen Maschine überzeugen kann.
Es ist ein bitterer Rückschlag für den jungen Spanier, der einst als Hoffnungsträger des Teams galt. Seine Formkurve zeigt einen steilen Abstieg: 87 Punkte nach drei Rennen im Vorjahr gegen lediglich 28 in der aktuellen Saison. Márquez ist von einem Protagonisten zu einer eher unauffälligen Figur geworden, gefangen in den Zwängen der Umstände. „Mir fehlt noch etwa 20 Prozent“, gestand er in Austin. „Ich bin noch weit entfernt vom Optimum. Ich fühle mich noch nicht ganz wohl mit dem Motor. Seine Eigenschaften beeinflussen meinen natürlichen Fahrstil stark.“
Seine Teamkollegen Marco Bezzecchi und Jorge Martín zeigen derzeit eine deutlich bessere Performance. Sie gewinnen Rennen, während Márquez ums Überleben kämpft. Die Situation ist frustrierend, aber er behält die Hoffnung: „Ich glaube an Ducati. Ich bin davon überzeugt, dass es in diesem Jahr einen Punkt geben wird, an dem wir einen Qualitätssprung machen können.“
Das Rennen in Austin offenbarte die Probleme deutlicher denn je. Márquez muss sich mit einem bescheidenen achten Platz zufrieden geben. Die Frage ist, ob Ducati rechtzeitig die notwendigen Anpassungen vornehmen kann, um Márquez wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Denn eines ist klar: Der derzeitige Zustand ist für beide Seiten inakzeptabel.
