Márquez stürzt in austin: 190 km/h-crash stoppt freies training

Die Stunde der Wahrheit für Marc Márquez dauerte acht Minuten. Dann flog der Spanier in Kurve 10 bei 190 km/h in den Kies, die Ducati kollidierte mit der Streckenbegrenzung – rote Flagge, Session unterbrochen, der „Sheriff von Austin“ blieb im Dreck sitzen.

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Der Italiener war es, der in der ersten halben Stunde die Bestzeit markierte, nicht der sechsfache Weltmeister. Dahinter schoben sich Acosta, Di Giannantonio, Álex Márquez und Bagnaia in eine Reihe, die Sturzfolge beweist: Austin ist kein Ein-Mann-Theater mehr. Die Sonne schien, 22 Grad Luft, 26 Grad Asphalt – perfekte Bedingungen, die plötzlich bitter endeten.

Manuel Poggiali, Ducati-Coach, eilte mit dem Scooter an die Unfallstelle, lud Márquez auf und chauffierte ihn zurück in die Box. Zweiter Sturz in diesem jungen Jahr, dritter Saisonlauf, erste echte Warnung. Die Ärzte warteten bereits, als der Spanier humpelnd abstellte – der Check fiel glimpflich aus, doch das Selbstvertrauen kratzte am Kiesbett.

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Während die Großen rätselten, fehlte in den kleinen Klassen ein ganzes Duo: David Almansa sitzt mit einem linksseitigen Ellbogenbruch aus dem Brasilien-Crash zuhause, sein Teamkollege David Muñoz ebenfalls. Marcos Uriarte, Cousin von Brian, springt ein – und wird sofort zur Fußnote: Rang 24. Vorne setzte Carpe die Messlatte, Quiles und Esteban folgten, während Pini und Adrián Fernández kleine Off-Bike-Erlebnisse hatten.

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Celestino Vietti knallte eine neue Bestzeit in die Tabelle – 2:06.312, schneller als je ein Moto2-Bike in Texas. David Alonso blieb zwei Zehntel zurück, Arbolino, Agius und Manu González komplettierten die Top-Five. Spannend: Serien-Leader Holgado fand nur auf Rang 13, WM-Rivale Canet auf 12. Die Meisterschaft ist offen wie das Texas-Terrain – und nach dem Freitag eine Spur unberechenbarer geworden.

Austin spricht wieder von Stürzen, Rekorden und Ersatzpiloten. Die Saison ist vier Rennen alt, aber die erste rote Flagge war ein Reminder: Wer hier glaubt, die Krone schon sicher zu haben, landet im Kies. Punkt.