Maro itoje: kapitän, aktivist, rebell – england greift an

Sein Vater stellte eine einzige Bedingung: Kein Abschluss, kein Rugby. Maro Itoje erfüllte beides – und wurde nebenbei zum unbequemsten Spieler, den der englische Rugby je hatte. Am Samstag führt er England gegen Italien ins Feld. Aber wer glaubt, Itoje sei nur ein Rugbyspieler, hat ihn noch nie wirklich zugehört.

Der mann, der nie nur rugbyspieler sein wollte

Der mann, der nie nur rugbyspieler sein wollte

Zwei Meter groß, 115 Kilogramm, Arme wie Kraken – und trotzdem der beweglichste Denker auf dem Platz. Itoje ist seit einem Jahr Kapitän der englischen Nationalmannschaft, debütierte 2016 mit gerade einmal 21 Jahren im Trikot mit der Rose und gilt seither als Herzstück der Mannschaft. Aber die Zahlen erzählen nur einen Bruchteil der Geschichte.

Aufgewachsen als Sohn nigerianischer Eltern im Norden Londons, kannte Itoje Rugby zunächst nicht einmal dem Namen nach. Er fing an zu spielen, weil er Freunde suchte – und weil er die Krawatte seines County-Clubs unbedingt tragen wollte. Das klingt banal. Es ist es nicht. Denn genau diese Haltung – Dinge aus innerer Überzeugung zu tun, nicht aus Druck oder Erwartung – zieht sich durch sein gesamtes Leben.

„Wenn die Noten sinken, ist Rugby vorbei