Marín: sport-ikone auch ohne titel – ihr vermächtnis lebt weiter

Carolina Marín, die unbestrittene Königin des Badmintons, genießt auch nach ihrem Rücktritt vom aktiven Sport weiterhin ein enormes Ansehen in Spanien. Trotz des bevorstehenden Endes ihrer Karriere nach den Olympischen Spielen in Paris 2024 führt die gebürtige Huelvaerin die Liste der beliebtesten Sportlerinnen des Landes an, wie der aktuelle Sport+Entertainment Barometer beweist.

Ein abschied in der heimatstadt

Gestern wurde Marín in ihrer Heimatstadt Huelva mit einer feierlichen Veranstaltung in den Abschied verabschiedet, organisiert von Iberdrola, ihrem langjährigen Sponsor. Zehn Jahre lang hat das Unternehmen die Karriere der Ausnahmeathletin unterstützt und ist nun Teil des emotionalen Abschieds.

Die Liste der Marken, die Marín im Laufe ihrer Karriere unterstützt haben, liest sich wie ein Who’s Who der spanischen Wirtschaft: La Liga, Movistar, Banco de Santander, Toyota, Sanitas, Samsung, UCAM und Yonex gehörten zu den prominenten Partnern. Nun kommt Cantabria Labs hinzu, was Maríns Anziehungskraft auf Unternehmen weiter unterstreicht. Ignacio García, ihr Manager, beschreibt sie treffend als „einen Magneten für Marken“ und vergleicht sie mit Rafael Nadal – „eine Nadal in weiblicher Form.“

Der Vergleich mit Nadal ist kein Zufall, denn Marín hat ihn stets als ihr großes Idol betrachtet. Nun kehrt sie in die Halle zurück, in der ihre beeindruckende Karriere begann, um dort im Rahmen eines „Legacy Tour Huelva“-Events geehrt zu werden.

Das vermächtnis sichern: eine badminton-akademie

Das vermächtnis sichern: eine badminton-akademie

Doch Maríns Karriere endet nicht mit ihrem Rücktritt. Gemeinsam mit Yonex plant sie, in Huelva eine Badminton-Akademie zu gründen, um ihr Vermächtnis zu sichern und jungen Talenten eine Chance zu geben. Die erste Baustein dieses Projekts soll bereits am Freitag mit einem symbolischen Spatenstich gelegt werden. „The First Hit“, so der Name der Initiative, soll jungen Sportlern, die sonst vielleicht keine Möglichkeit hätten, den Einstieg in den Sport zu finden, eine Plattform bieten. Die Zahl spricht für sich: Talent ist überall zu finden, Chancen jedoch nicht.

Marín selbst betont die Bedeutung ihres Heimatortes: „Der Weg von Carolina begann in Huelva. Jetzt beginnt etwas Neues, um anderen die Chance zu geben, von Null anzufangen.“ Es ist ein Versprechen, das weit über den Sport hinausgeht – ein Versprechen für die Zukunft.