Männel: aue-legende plant nach abstiegskampf in der regionalliga weiter
Erzgebirge Aue steuert unaufhaltsam auf die Rückkehr in die Regionalliga zu. Doch inmitten der sportlichen Krise gibt es einen Hoffnungsschimmer: Vereinsikone Martin Männel könnte trotz des drohenden Abstiegs weiterhin das Tor der Veilchen hüten. Der 38-Jährige äußerte sich nach dem 2:2 gegen den VfB Stuttgart II überraschend positiv.

Ein abschied von aue? für männel kein thema
Während die Fans sich bereits mit der Realität des Abstiegs auseinandersetzen müssen, scheint die Bindung von Martin Männel an seinen Heimatverein ungebrochen. Nach 18 Jahren im Trikot von Erzgebirge Aue, in denen er viele Höhen und Tiefen miterlebt hat, hält der erfahrene Torwart an seiner Entscheidung fest, auch in der kommenden Saison für Aue zu spielen – selbst wenn es in der Regionalliga geht. „Die Lust und der Spaß am Fußball sind nie abhandengekommen“, betonte Männel nach dem Spiel und zeigte damit, dass er trotz der schwierigen Situation noch lange nicht müde geworden ist.
Die Zahlen sprechen für sich: Auch in dieser, für Aue insgesamt desolaten Saison, gehört Männel zu den besten Spielern. Mit einer kicker-Note von 3,09 übertrifft er seine beiden Torwartkollegen und zeigt, dass er trotz der Abwehrprobleme des Teams eine wichtige Stütze darstellt. Allein seine zwei Glanzparaden in Stuttgart verhielten eine höhere Niederlage.
Aber es gibt auch Ernüchterung. „Wenn man sich die Tabelle anschaut, haben wir es ja nicht mehr selbst in der Hand“, räumte Männel ein. Die Hoffnung auf ein Wunder ist gering, doch der Glaube an eine „Mini-Chance“ lässt ihn nicht los. Vier eigene Siege und vier Patzer der Konkurrenz könnten den Verbleib in der 3. Liga noch möglich machen – ein Szenario, das jedoch unwahrscheinlich erscheint.
Interimscoach Khvicha Shubitidze scheint sich mit der Situation abgefunden zu haben: „Ich begleite das Wort 'Abstieg' schon seit Wochen und Monaten. Wir versuchen, das Beste daraus zu machen.“ Das Team liegt nun 12 Punkte hinter dem rettenden Ufer, und die Aufgabe, diesen Rückstand aufzuholen, erscheint nahezu unmöglich. Doch Männel und sein Team wollen bis zum Schluss kämpfen und die Würde bewahren.
Die Gespräche über eine mögliche Vertragsverlängerung laufen bereits im Hintergrund. Ein klares Signal: Martin Männel, die lebende Legende von Erzgebirge Aue, will den Kampf in der Regionalliga aufnehmen und seine Karriere dort fortsetzen, wo sie begonnen hat – im Trikot der Veilchen.
