Mallorca am abgrund: kann muriqi das wunder bewirken?
Ein fast unglaublicher Abstiegskampf in La Liga: Der FC Mallorca steht vor dem aussichtslosen Finale. Selbst ein Sieg am kommenden Samstag reicht kaum aus, um die Klasse zu halten. Das Team muss nicht nur selbst gewinnen, sondern auch auf Patzer von Elche, Osasuna und Levante hoffen – ein Szenario, das an ein Fußball-Wunder grenzt. Doch der glänzende Lichtblick in dieser düsteren Situation ist Vedat Muriqi, der mit 22 Toren in dieser Saison die Torjägerliste anführt und nur noch zwei Treffer auf Kylian Mbappé verliert.

Ein trauriger rekord: mehr tore, tiefer fall
Die Situation ist grotesk: Ein Stürmer mit über 20 Toren in einer Saison und trotzdem der Abstieg. Mallorca würde damit in eine illustre, aber wenig ehrenvolle Riege eintreten. Bereits zuvor erlebten Sporting Gijón, Rayo Vallecano und Atlético Madrid ähnliche Dramen. Der Journalist Pedro Martín erinnerte auf seinen Social-Media-Kanälen an diese bitteren Momente der Fußballgeschichte.
1975/76: Der Sporting Gijón präsentierte eine Mannschaft von Sternen, angeführt von Quini, einem der größten Torschützen der Vereinsgeschichte. Doch trotz 21 Toren von Quini und einer vermeintlich starken Mannschaft stürzte der Verein in die Zweite Liga. Eine Kombination aus Krisen, Trainerwechseln und einer fragilen Abwehr führte zum bitteren Ende. Die Mannschaft schoss sich selbst ins Knie – eine Lektion, die auch Mallorca nun zu lernen droht.
1979/80: Rayo Vallecano investierte hoch in Fernando Morena, der mit 21 Toren für Furore sorgte. Aber auch seine Treffer konnten den Abstieg nicht verhindern. Interne Probleme und Trainerwechsel untergruben die sportliche Leistung und führten zu einem erneuten Abstieg.
1999/00: Kimmy Floyd Hasselbaink war ein Hoffnungsträger beim Atlético Madrid. Mit 24 Toren in 34 Spielen präsentierte er sich als echter Torjäger. Doch auch sein außergewöhnlicher Einsatz reichte nicht aus, um den Verein vor dem Abstieg zu bewahren. Die Situation im Verein war chaotisch, geprägt von juristischen Problemen und häufigen Trainerwechseln – eine Atmosphäre, die keinen Erfolg zuließ.
Muriqi, der aktuell die Hälfte aller Tore des FC Mallorca erzielt, steht nun im Zentrum dieser potenziellen Wiederholung eines traurigen Fußball-Dramas. Seine individuelle Klasse kann den drohenden Abstieg des Teams nicht verhindern, was die Abhängigkeit von einem einzigen Spieler und die mangelnde Durchschlagskraft der restlichen Mannschaft deutlich macht.
Die kommenden Stunden werden entscheidend sein. Kann Muriqi noch einmal zaubern und vielleicht sogar das Wunder vollbringen? Oder wird der FC Mallorca dem traurigen Beispiel seiner Vorgänger folgen und den Abstieg in die Zweite Liga antreten?
Die Antwort wird am Samstag fallen – ein Tag, der für die Fans des FC Mallorca entweder zum Triumph oder zur bitteren Ernüchterung wird.
