Malgin schlägt zurück: 2 tore, 1 anklage – lugano steht unter beschuss

36 Tage war er weg, 36 Sekunden brauchte er, um zurückzuschlagen. Denis Malgin donnerte den Puck zur 1:0-Führung, schüttelte das Korsett der Verletzung ab und wendete anschließend den Spieß gegen jene, die ihn abschießen wollten. ZSC Lions gewinnen 3:0, doch die Schlagzeile lautet: Revanche mit offenem Visier.

Die zahlen lügen nicht: 24 saves, 0 gegentore, 1 eigentor der nerven

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Simon Hrubec wehrte 24 Schüsse ab, Luca Fazzini traf nur die Latte. Lugano dominierte die Scheibenbesitzstatistik, vergaß aber das einzige Detail, das zählt: den Puck ins Netz zu bugsieren. Malgin war es egal, wie viele Checks er einsteckte – seine Antwort kam doppelt und spät, aber tödlich.

Die 59. Minute wird in Tessiner Erinnerung bleiben. Tor Nummer drei, Alatalo saust rein, Malgin am Boden – und dann die Bombe: „Ich würde nie auf jemanden einschlagen, der am Eis liegt. Völlig unnötig. Man sieht, dass sie nicht so intelligent sind.“ Kein PR-Sprecher, kein Coach, nur ein Spieler, der die Handschuhe auszieht und nach dem Kinn trifft.

Dass die Schiedsrichter nur zwei Strafen aussprechen, ist ein Wink mit dem Zaunpfahl. Die Liga will Spektakel, die Fans wollen Blut – beide bekommen sie, solange niemand ernsthaft verletzt wird. Bayer lobt seinen Schützling mit schlichter Feststellung: „Er kennt das, er ist bereit.“ Mehr braucht es nicht, wenn der Gegner sich selbst zerlegt.

Am Montag geht’s nach Lugano. Tessiner Crowd, enge Ränge, erhitzte Köpfe. Malgin wird wieder die Zielscheibe sein, doch die Lions wissen: Wer zuerst trifft, diktiert die Tonart. Und wer die Tore schießt, schreibt die Geschichte – nicht der, der auf dem Eis liegt.