Malatini fällt weg: werder muss ohne abwehr-talent weiterkämpfen
Die Saison ist für Julian Malatini gelaufen. Der 24-jährige Argentinier zog sich beim 0:2 gegen Mainz eine Syndesmoseband-Zerrung im Sprunggelenk zu und fällt für den Rest der Spielzeit aus – ein Schlag für Werder Bremen im Abstiegskampf.
Verletzung nach startelf-debüt
Malatini war erstmals unter Trainer Daniel Thioune von Beginn an auf dem Platz. In der 51. Minute ging er nach einem Zweikampf zu Boden, humpelte kurz darauf vom Feld. Die MRT-Untersuchung am Montag bestätigte den Verdacht: Riss – Saisonende. Thioune auf der Vereinswebsite: „Das ist nicht nur für Werder, sondern vor allem für Julian persönlich ganz bitter. Er war gerade wirklich gut drin.“
Die Personalie Malatini vergrößert die ohnehin schon klaffenden Lücken im Kader. Mit Niklas Stark und Senne Lynen fehlen weitere Stammkräfte. Für Mick Schmetgens war die Situation ein willkommener Nebeneffekt: Der 20-Jährige kam für Malatini, machte sein Bundesliga-Debüt. Auch Salim Musah durfte später ran – ebenfalls Premiere.

Nächste herausforderung in wolfsburg
Am Samstag geht es nach Wolfsburg – ein weiterer direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt. Neben Malatini fehlt dann auch Jens Stage, der sich gegen Mainz die fünfte Gelbe Karte einhandelte. Thioune muss also erneut umstellen, die Defensive neu sortieren. Die Aufstellung wird experimentell, der Punktebedarf akut.
Werder steht mit 30 Zählern auf Platz 14, nur zwei Punkte Vorsprung auf Relegationsrang 16. Die Saison ist eng wie selten, jeder Ausfall wiegt doppelt. Malatini wird auf der Tribüne sitzen, der Club hofft auf eine schnelle Genesung – und auf eine Reaktion der Mannschaft.
