Málaga: al-thani kehrt zurück – was bedeutet die umstrukturierung?

Nach über drei Jahren der Stille regt sich im wirtschaftlichen Chaos rund um den FC Málaga-Club wieder etwas. Ein Neustart des Verwaltungsrats von Nasir Bin Abdullah & Sons SL, der Muttergesellschaft des Scheichs Abdullah Al-Thani, deutet auf eine mögliche Trendwende hin. Doch welche Auswirkungen hat diese Entwicklung wirklich?

Die rückkehr der macht in die hände des scheichs

Die rückkehr der macht in die hände des scheichs

Die Nachricht kam überraschend: Das Handelsregister verzeichnet die Wiederaktivierung des Verwaltungsrats der Nasir Bin Abdullah & Sons SL. José María Muñoz, der bisher als interimsweise Verwalter fungierte, ist von dieser Position abgelöst worden. Ein neues Team aus Vertrauten des Scheichs ist an Bord, darunter Manuel Novo und Vicente Casado als gemeinschaftliche Bevollmächtigte, Joaquín Jofre als nicht-vorstandsmitglied Vizesekretär und Oriana Caamaño sowie Moayad Shatat. Nasser Al-Thani übernimmt die Rolle des Schriftführers und Vorstandsmitglieds, während Abdullah Ghubn nun als Vizepräsident und Geschäftsführer agiert. Und schließlich: Abdullah Al-Thani selbst nimmt erneut den Platz des Präsidenten ein.

Die Zahlen lügen nicht: Nasir Bin Abdullah & Sons SL behält weiterhin die Kontrolle über 51 % der NAS Spain 2000 SL, die wiederum 96,89 % des FC Málaga hält. Allerdings ist die operative Kontrolle des Klubs weiterhin bei NAS Spain 2000 angesiedelt, wo José María Muñoz als Verwalter das Sagen hat. BlueBay hält den verbleibenden 49-%-Anteil über Management Empresarial Málaga SL.

Es ist ein komplexes Geflecht, das sich hier auftut. Während die aktuelle Umstrukturierung zunächst keine unmittelbare Veränderung in der täglichen Führung des Klubs bedeutet, birgt sie dennoch ein gewisses Potenzial. Denn sollte eine Hauptversammlung der Aktionäre von NAS Spain 2000 einberufen werden, könnten die Gesellschafter einen neuen Verwaltungsrat wählen – was letztlich zu einem Wechsel an der Spitze des FC Málaga führen könnte. Das ist im Moment jedoch nur eine Möglichkeit.

Die lange Stille seit Al-Thanis Aussage vor Gericht im Konflikt mit BlueBay, ein Zeitraum von über 1.200 Tagen, wirft viele Fragen auf. Die Wiederbelebung des Verwaltungsrats ist ein Zeichen, aber ob sie tatsächlich zu einer nachhaltigen Stabilisierung des Klubs führen wird, bleibt abzuwarten. Eine Sache ist klar: Die Geschichte des FC Málaga ist noch lange nicht zu Ende.