Basel-st. gallen: schockentscheidung – frauenmannschaft scheitert an regelfehlern!

Ein Erdbeben erschüttert die AXA Women’s Super League: Der FC Basel 1893 ist beim Heimspiel gegen den FC St.Gallen 1879 am 1. Mai am Grünen Tisch unterlegen. Die Direktion Frauenfussball des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) wertete das Rückspiel mit einem erdrückenden 3:0-Ergebnis für die Ostschweizerinnen – und das wegen gravierender Verstöße gegen die Spielregeln. Ein Halbfinaleinzug, der in Luft auflöst.

Die fehltritte, die basel aus dem pokal warfen

Die Entscheidung des SFV ist hart, aber unumgänglich. Demnach beging der FC Basel gleich zweifach schwerwiegende Fehler. Zunächst überschritt der Verein die zulässige Anzahl an Auswechselungen. Ein Fehler, der in der hitzigen Phase kurz vor dem Elfmeterschiessen besonders ins Gewicht fiel, als Lena Bubendorf noch ins Spiel gebracht wurde. Diese Einwechslung, ohne sie auf dem Matchblatt zu verewigen, war der zweite, fatale Fehler.

Die Konsequenzen sind deutlich: Neben der 0:3-Niederlage am grünen Tisch wird der FCB zudem mit einer Busse in Höhe von 250 Franken belegt. Ein bitterer Nachgeschmack für die Baslerinnen und ihre Anhänger.

Wer zieht ins halbfinale ein – und was kommt jetzt?

Wer zieht ins halbfinale ein – und was kommt jetzt?

Durch diese spektakuläre Entscheidung qualifiziert sich der FC St.Gallen 1879 überraschend für das Halbfinale. Doch die Geschichte ist noch nicht abgeschlossen. Der FC Basel hat die Möglichkeit, gegen die Entscheidung des SFV Einspruch einzulegen. Sollte der Verein diesen Schritt gehen, muss über die Ansetzung der Halbfinalspiele separat entschieden werden. Andernfalls, und das ist die wahrscheinlichere Variante, findet das Halbfinale wie geplant zwischen dem FC St.Gallen 1879 und dem BSC YB Frauen sowie dem FC Zürich und dem Servette FC Chenois Feminin statt.

Die Entscheidung des SFV wirft ein schlechtes Licht auf die Professionalität des FC Basel. Ein solches Desinteresse an den Spielregeln darf im Schweizer Frauenfussball nicht vorkommen. Es bleibt abzuwarten, ob der Verein aus dieser bitteren Erfahrung die richtigen Lehren zieht und in Zukunft auf die Einhaltung der Regeln achtet. Die Spannung im Schweizer Frauenfussball ist jedenfalls gross – und der vierte Halbfinalist wird sich in den kommenden Tagen zeigen.