Mainz schlägt eintracht dank nebel-doppelpack in letzter minute
Paul Nebel zerstörte mit seinem zweiten Tor in der 89. Minute den Frankfurter Selbstzweifel-Parcours und katapultierte Mainz 05 auf den rettenden 14. Tabellenplatz. Die Eintracht bleibt trotz eines zwischenzeitlichen Ausgleichs durch Nathaniel Brown auf Platz drei – und muss wieder von der Champions-League-Tür traumen.
Eintracht reagiert zu spät, nebel trifft doppelt
Albert Riera hatte auf Frische gesetzt. Mario Götze saß zu Hause auf der Couch, Robin Koch wegen Gelb-Sperre auf der Tribüne. Dafür rückte Arthur Theate in die Innenverteidigung, Jonathan Burkardt durfte gegen seinen Ex-Klub ran. Die Rechnung ging nicht auf. Die Mainzer, die erst drei Tage zuvor in Bratislavi 120 Minuten in den Knochen hatten, wirkten einen Tick munterer. Bereits nach sechs Minuten grätschte Theate ins Schussduell mit Nebel – und lenkte den Ball unhaltbar zum 1:0 für die 05er ab.
Die Eintracht antwortete mit einem Standard-Schnellschuss: Burkardt spielte sich auf links durch, Bahoya flankte, Brown drückte aus fünf Metern zum 1:1 ein. Ein Schmeichel-Treffer, der die Mainzer Dominanz bis dahon nur kaschierte. Becker traf den Pfosten, Weiper verzog aus sieben Metern, Zetterer kratzte einen Doan-Kracher aus dem Winkel. Die Hessen kamen nicht über Angriffsfetzen hinaus.

Strafraum-foul wird zum freistoß, spät kommt der knockout
Nach der Pause drehte Frankfurt auf, aber ohne Durchschlagskraft. Chaibi nickte gegen die Latte (61.), Doan scheiterte an Batz (70.). Die entscheidende Szene folgte in der 75. Minute: Becker ging im Strafraum zu Boden, Schiedsrichter Stieler entschied auf Foul – allerdings an Burkardt zuvor. Statt Elfmeter gab es Freistoß für die Eintracht, ein Schockmoment für Mainz.
Die Antwort folgte in der 89. Minute. Kaishu Sano sprintete durch das Mittelfeld, Weiper scheiterte an Zetterer, Nebel schob den Abpraller zum 2:1-Siegtreffer ein. Die Eintracht verpasst damit die Chance, den Abstand zu den Bayern auf drei Punkte zu verkürzen. Für Mainz bedeutet der Sieg Luft im Abstiegskampf – und ein Beleg dafür, dass die Europa-League-Strapazen doch nicht so sehr in den Beinen steckten.
Frankfurt muss nun am Sonntag gegen Leverkusen punkten, sonst wird der dritte Platz zur Zitter-Position. Die Moral des Tages: Wer in Mainz schläft, wird geweckt – meist zu spät.
