Mainz gegen frankfurt: fischer lockt europa, riera schiebt nach

Kurz vor dem englischen Wochenende platzt die nächste Brutstätte. Mainz empfängt Frankfurt – ein Kellerkind gegen einen Geheimfavoriten auf die Königsklasse. Beide Trainer tragen denselben Nachnamen, nur ihre Startpositionen trennt ein Abgrund.

Urs Fischer hat Mainz seit Dezember aus der roten Todeszone gezogen. Keine Niederlage mehr seit fünf Partien, dazu ein sauberer 2:0 gegen Werder, der die Mewa Arena wieder anschnaufte. Doch der Atem bleibt kurz: 18 Punkte aus 25 Spielen bedeuten noch nichts, wenn der Gegner heute gewinnt.

Frankfurt reist mit riera-system und siegesvirus

Frankfurt reist mit riera-system und siegesvirus

Die Eintracht landete unter Albert Riera einen 1:0-Arbeitssieg in Heidenheim und kletterte auf Rang sieben. Drei Gegentore in den letzten fünf Ligaauftritten – so kompakt war Frankfurt zuletzt unter Glasner. Dazu der eingespielte Drehriegel um Chaïbi, Götze, Ekitiké: Tempo, Pressing, Konter. Mainz’ Fünferkette muss heute laufen wie nie.

Die Statistik lügt nicht: Frankfurt gewann erst einmal in 17 Bundesliga-Gastspielen in Mainz. Die Nullnummer vom November 2023 steckt noch in den Knochen der Hessen. Doch genau diese Zahl ist Rieras Geheimrezept – er schickt seine Mannschaft mit der Ansage, endlich eine Trendwende zu kreieren.

Mainz wird auf Gruda undOnisiwo bauen, zwei Flügel, die in der Lage sind, die Riera-Abwehrketten zu sprengen. Doch der Kader ist dünn: Hummels fehlt gesperrt, Kohr laboriert an der Schulter. Fischer wird wohl wieder auf Barreiro und Richter setzen, um die Räume eng zu machen und mit langen Bällen Ndiaye zu schicken.

Die Europa-League-Plätze rücken für Frankfurt in Reichweite – nur zwei Punkte fehlen zur 5. Position. Gewinnt die Eintracht, springt sie voraussichtlich auf Rang vier. Verliert sie, bleibt Mainz dran und die Abstiegszone lebt weiter.

Anpfiff 15:30 Uhr, DAZN liefert den Stream, Sport1 den Liveticker. Die Wetterlage passt: leicht bewölkt, 12 Grad, kein Wind – ideale Bedingungen für ein Spiel, das am Ende über Schicksale entscheidet.

Wer schlägt sich heute durch, hat nicht nur drei Punkte auf der Habenseite, sondern auch die Psyche im Soll. Für Mainz geht es ums reine Überleben, für Frankfurt um die Ticket-Zone zur Champions League. Beide wissen: Nach der Länderspielpause wird die Luft dünner. Die Aktion beginnt – und sie endet für einen von beiden mit einer klaren Botschaft: Weiterkommen oder wegsehen.