Mailand/cortina 2026: ein würdiger abschluss mit grazie und ausblick

Olympische spiele mailand/cortina 2026: ein bewegender abschied

Ein perfekt inszeniertes Ambiente in der Arena von Verona, gepaart mit einem Hauch von Oper und feierlicher Stimmung: Die 25. Olympischen Winterspiele sind mit einer beeindruckenden Abschlussfeier zu Ende gegangen. Um 22:36 Uhr sprach IOC-Präsidentin Kirsty Coventry die traditionelle Schlussformel vor historischer Kulisse, gefolgt vom Erlöschen der Olympischen Flammen in Mailand und Cortina sieben Minuten später. Ein herzliches „Grazie Mille, Italia!“ markierte das Ende dieser außergewöhnlichen Spiele.

Ein dank an italien und ein blick in die zukunft

Coventry würdigte Italien in ihrer Rede für die „magischen Spiele“ und bedankte sich für die herausragende Organisation und Gastfreundschaft. Der Fokus richtet sich nun auf die kommenden Olympischen Spiele in Los Angeles 2028 und die französischen Alpen im Jahr 2030. Die Olympischen Ringe setzen ihre Reise fort.

Deutsche fahnenträger und ein kleinerer tross

Deutsche fahnenträger und ein kleinerer tross

Die deutschen Fahnenträger, Tobias Wendl und Tobias Arlt, schwenkten stolz die schwarz-rot-goldene Flagge vor den Zuschauern. Das deutsche Aufgebot, reduziert auf nur 18 Athleten, wurde von den erfolgreichen Rodlern angeführt. Vor der Arena gab es jedoch auch Proteste von rund 500 Demonstranten, die die hohen wirtschaftlichen und ökologischen Kosten der Spiele kritisierten.

„Beauty in action“: eine stilvolle zeremonie

„Beauty in action“: eine stilvolle zeremonie

Die Zeremonie unter dem Motto „Beauty in Action“ bot einen würdigen Abschluss der bisher größten Olympischen Winterspiele. Die Spiele erstreckten sich über vier Austragungsorte, was für einige Athleten den olympischen Geist beeinträchtigte. Die Show war im Vergleich zur Eröffnungsfeier etwas bescheidener, mit Auftritten vor allem italienischer Künstler anstelle von internationalen Popstars.

Deutsche medaillenbilanz: ein durchwachsener erfolg

Deutsche medaillenbilanz: ein durchwachsener erfolg

Für Wendl und Arlt, die eigens für die Schlussfeier zurückkehrten, waren ihre vierten und letzten Winterspiele ein voller Erfolg. Sie feierten ihren siebten Goldmedaille in der Teamstaffel und übertrafen damit Natalie Geisenberger als erfolgreichste deutsche Winter-Olympionikin. Insgesamt fiel die deutsche Medaillenbilanz jedoch mager aus: Mit acht Goldmedaillen wurden vier weniger als 2022 in Peking erreicht – ein Negativrekord seit der Wiedervereinigung.

Ausblick auf die paralympics und zukünftige herausforderungen

Verona wird bald wieder im Mittelpunkt der Sportwelt stehen, wenn am 6. März die Paralympics eröffnet werden. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) steht zudem vor Herausforderungen, insbesondere der Führungskrise im Organisationskomitee von LA28 und den möglichen Einflüssen von Donald Trump. Die kommenden Spiele in Nizza und den französischen Alpen versprechen eine noch größere räumliche Ausdehnung.

Heimliche stars und weitere highlights

Neben den etablierten Athleten gab es auch einige unbekannte Gesichter, die bei den Spielen glänzten. Die Winterspiele 2026 boten viele spannende Momente und unvergessliche Leistungen. Über 3 Millionen Sportfans nutzen bereits die offizielle App, um auf dem Laufenden zu bleiben.