Mailand feiert 90 jahre mit sieg, venedig entkommt triest in letzter sekunde

Mailand ist zurück im Forum, und die Atmosphäre knistert. 90 Jahre Olimpia, 16. Saison-Sieg, 99:87 gegen Sassari – das war kein Spiel, das war ein Fest mit Höhenflug und Kurzschluss.

Mannion lenkt den rythmus, leday und brooks setzen den stempel

Die Partie beginnt verhalten, die Gäste legen vor, Macon Jr. und McGlynn treiben Dinamo auf plus neun. Dann übernimmt Nico Mannion das Kommando: 12 Punkte, 11 Assists, eine Doppel-Double-Performance, wie sie seine Teamkollegen wachrüttelt. Ricci schaltet sich ein, zwischen dem zweiten und dritten Viertel folgt ein 22:2-Lauf – Milano zieht davon.

Doch der Schein trügt. Im Finish dreht Mailand fast auf, Brooks und LeDay scheinen den Deckel draufzusetzen, plötzlich liegt Sassari wieder bei minus acht. Die alte Halle wird laut, die Freiwürfe fallen, 50 insgesamt, und die Favoriten bringen den Sieg über die Zeit.

Triest wühlt sich zurück, aber nikolic trifft den ko

Triest wühlt sich zurück, aber nikolic trifft den ko

80 Kilometer weiter östlich steigt Triest auf die Barrikaden. Beim 78:84 gegen Venedig geht es um viel mehr als zwei Punkte – hier kämpft eine Stadt gegen die eigine Verzweiflung. Noch zur Pause liegen die Giuliani 19 zurück, 35:54, elf erfolgreiche Dreier der Gäste wirken wie ein Schock.

Dann der Klassiker: 30:12 im dritten Viertel, Jerome Ramsey verwandelt jeden Ball in ein Statement. Die Halle kocht, Venezia verliert den Faden, findet ihn aber wieder in der Person von Nikolic. Bei 78:81 korregiert der Serbe Wheatles verunglückten Dreier, 20 Sekunden vor Schluss – Matchball. Triest wirft noch einmal, verliert aber den Ball, den letzten Atemzug.

Mailand und Venedig stehen nun gleichauf auf Platz drei, 32 Punkte, beide mit Sieg, beide mit Makel. Die Serie A bleibt ein Pulsschlag, kein Spaziergang. Und das Forum? Es hat seinen Glanz wiedergefunden – für eine Nacht, vielleicht für den Rest der Saison.