Maier bleibt hängen, näslund zieht davon – die kugel ist fast weg

175 Punkte. Genau das ist der Abstand, der Daniela Maier nach dem Sonntags-Rennen von Craigleith von der Kristallkugel trennt. Fünfter Platz – wieder einmal. Die 29-Jährige fuhr im Viertelfinale wie entfesselt, dominierte ihr Heat, doch im Semifinale schlugen Sandra Näslund und Fanny Smith zu. Kleines Finale, Platz fünf, Saison fast gelaufen.

Die rechnung ist gnadenlos

Maier müsste jetzt beide verbleibenden Rennen in Gällivare gewinnen – und Näslund dürfte maximal 35 Punkte mitnehmen. Die Schwedin feiert indes Sieg um Sieg, ihre Dominanz ist längst keine Frage des Zufalls mehr. Für Maier bleibt die Rolle der Verfolgerin, die an der Spitze vorbeischrammt, aber nie anklopft.

Bei den Männern ist die Kugel schon vergeben: Reece Howdensichert sich vor heimischem Publikum den Gewinn – trotz zwei Achtelfinal-Ausscheidungen. Der Kanadier profitiert von seinem Punktepolster, nicht von aktueller Form. Den Tagessieg holte sich der Italiener Federico Tamasoni, vor den Kanadiern Kaleb Barnum und Kristofor Mahler.

Deutsches team bleibt blass

Deutsches team bleibt blass

Ohne Florian Wilmsmann, ohne Tim Hronek und Cornel Renn ist der deutsche Skicross blank. Nur Niklas Illig erreichte das Viertelfinale – und war dort prompt raus. Jonas Bachl-Staudinger, Kilian Himmelsbach und Florian Fischer schieden frühzeitig aus. Bei den Frauen endete Luisa Klapprott im Viertelfinallauf, Leonie Bachl-Staudinger rutschte nach einem Crash mit Mylène Ballet Baz ins Netz – zum Glatz ohne Folgen.

In zwei Wochen geht’s nach Gällivare. Zwei Rennen, letzte Chance – für Maier eher eine Formsache. Die Kugel ist so gut wie weg, und sie weiß es.