Magic vor play-in-drama: kann orlando die gegner übertrumpfen?

Orlando, Florida – Nur noch drei Spiele. Für die meisten NBA-Teams der Endspurt der regulären Saison, für die Orlando Magic ein nervenaufreibender Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation. Die Wagner-Brüder und ihr Team stehen vor einer Mammutaufgabe, denn die Konkurrenz schläft nicht und das Restprogramm ist alles andere als leicht.

Die knappe kante: ein blick auf die tabelle

Derzeit rangiert Orlando auf dem achten Platz der Eastern Conference, punktgleich mit den Philadelphia 76ers und knapp vor den Charlotte Hornets. Nur die besten sechs Teams erreichen direkt die Playoffs, die Ränge sieben und acht müssen sich im sogenannten Play-In-Turnier beweisen. Die Ausgangslage ist somit denkbar angespannt.

Die Hoffnung auf einen direkten Einzug in die K.o.-Runde schwindet, wenn man die Formstärke der Atlanta Hawks berücksichtigt, die auf dem sechsten Platz thront. Ein Wunder ist hier kaum denkbar. Die Reise nach Miami scheint ebenfalls aussichtslos, denn die Heat haben durchaus noch eigene Ambitionen. Der Fokus liegt daher klar auf dem direkten Vergleich mit den Toronto Raptors, den Philadelphia 76ers und den Charlotte Hornets.

Die aktuelle Formkurve der Magic gibt jedoch Grund zur Hoffnung. Nach einer enttäuschenden Serie aus sieben Niederlagen in Folge, haben die Floridianer zuletzt wieder Fahrt aufgenommen und drei Spiele in Folge gewonnen. Das Team scheint seinen Rhythmus gefunden zu haben. Doch die kommenden Aufgaben werden alles andere als einfach.

Schwere kost: orlandos restprogramm

Schwere kost: orlandos restprogramm

Das Restprogramm der Magic ist ligaweit eines der schwierigsten. Zunächst geht es gegen die Boston Celtics und die Minnesota Timberwolves – zwei Teams, die zu den besten der jeweiligen Conference gehören. Ein weiteres Spiel steht gegen die Chicago Bulls an, die aktuell in einer Krise stecken. Tankathon.com listet Orlando als das Team mit dem schwersten Restprogramm ein. Ein harter Brocken für die Magic.

Im Gegensatz dazu können die Toronto Raptors und die Philadelphia 76ers ihre letzten Spiele etwas entspannter angehen, da ihre Chancen auf die direkte Playoff-Qualifikation gering sind. Die Charlotte Hornets hingegen haben ebenfalls mit einem schwierigen Restprogramm zu kämpfen, was den Wettbewerb um den siebten und achten Platz noch intensiver macht. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:

Charlotte: Boston, Detroit, New York (Durchschnittlicher Siegprozentsatz: 68,4%)
Orlando: Minnesota, Chicago, Boston (Durchschnittlicher Siegprozentsatz: 55,3%)
Toronto: Miami, New York, Brooklyn (Durchschnittlicher Siegprozentsatz: 47,3%)
Philadelphia: Houston, Indiana, Milwaukee (Durchschnittlicher Siegprozentsatz: 41,8%)

Der bittere nachgeschmack: der direktvergleich

Der bittere nachgeschmack: der direktvergleich

Doch es gibt noch eine weitere Hürde, die die Playoff-Hoffnungen der Magic erschwert: Der Direktvergleich. Bislang konnte Orlando in den direkten Duellen gegen Toronto (1-2) und Charlotte (1-3) keine Überlegenheit demonstrieren. Ein Unentschieden gegen Philadelphia (2-2) reichte lediglich, um den Abstieg zu vermeiden. Da der Direktvergleich bei Punktgleichheit eine entscheidende Rolle spielt, zieht Orlando in jeder möglichen Konstellation den Kürzeren. Auch im Vierer-, Dreier- oder Zweiervergleich.

Da keine weiteren direkten Duelle mehr anstehen, müssen die Magic in den verbleibenden Spielen demonstrieren, dass sie ihrer Konkurrenz in der Tabelle überlegen sind. Ein schwieriges Unterfangen, aber nicht unmöglich.

Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Kann Orlando seine Formkurve halten und die schwierigen Aufgaben meistern? Oder wird das Play-In-Turnier die Realität für die Wagner-Brüder und ihre Teamkollegen?

Die Antwort wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Einigkeit, Kampfgeist und eine Prise Glück werden Orlando auf dem Weg in die Playoffs benötigt.