Magdeburg büßt: blocksperre und 186.600 euro strafe nach krawallen

Der 1. FC Magdeburg zahlt einen hohen Preis für die Ausschreitungen rund um das Heimspiel gegen Dynamo Dresden Ende Januar. Der DFB hat den Zweitligisten mit einer Blocksperre belegt: Beim Heimspiel gegen Darmstadt 98 am 13. März bleiben die Blöcke 3 bis 6 der Nordtribüne leer.

Was in magdeburg wirklich passiert ist

Es war keine Kleinigkeit. Während der Halbzeitpause gerieten eigene Fans im Außenbereich des Stadions mit Einsatzkräften aneinander. Das Ergebnis: Laut dem Innenministerium Sachsen-Anhalt wurden mindestens 64 Polizeibeamte leicht bis schwer verletzt. Sechzehn Kilometer von der Landeshauptstadt entfernt wurde in Polizeistationen Wunden versorgt, während in Magdeburg noch Pyrotechnik brannte.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft Sachsen-Anhalt reagierte mit einer klaren Forderung: Geisterspiele in Magdeburg für mindestens ein Jahr. Dazu kommt es nicht. Was kommt, ist trotzdem schmerzhaft.

Die rechnung des dfb-sportgerichts

Die rechnung des dfb-sportgerichts

Das Sportgericht hat zwei Strafen verhängt, eine davon auf Bewährung ausgesetzt. Die Geldstrafe ist konkret: 186.600 Euro insgesamt. 126.600 Euro davon entfallen auf das Abbrennen von Pyrotechnik beim Dresden-Spiel, weitere 60.000 Euro kommen für die Randale hinzu. Der FCM hat erklärt, keine Rechtsmittel einzulegen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Magdeburg nimmt die Strafe hin. Ob die eigenen Fans daraus die richtigen Schlüsse ziehen, ist eine andere Geschichte — eine, die der Klub am 13. März vor halbleerer Nordtribüne selbst beantworten muss.