Magath attackiert union: „verantwortungslos“ – eta schon nach dem ersten spiel in der kritik
Marie-Louise Eta hat Geschichte geschrieben – und prompt bekommt sie die Quittung. Nach dem 1:2 gegen Wolfsburg meldet sichFelix Magath bei Sky90 zu Wort und schickt der ersten Bundesliga-Trainerin einen Korb mit. „Fahrlässig, vielleicht sogar verantwortungslos“, wettert der 72-Jährige gegen die Verantwortlichen von Union Berlin.
Magath: „frau oder mann – völlig wurscht, es fehlt die erfahrung“
Der ehemalige Meistertrainer lässt kein Blatt vor den Mund. Ob Frau oder Mann spiele keine Rolle, betont er, um dann zuzustechen: „Die Bundesliga ist ein anderer Planet als ein U19-Kick.“ Eta hatte die U19 der Eisernen betreut, bevor sie am vergangenen Samstag gegen den VfL an der Linie stand. Für Magath ein Kavaliersdelikt: „Trainer, die nur Jugendteams gesehen haben, sind mit dem Tempo, der Drucklage und der Brutalität der Liga überfordert.“
Die Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf schürt die Skepsis. Union liegt nur sechs Punkte über dem Relegationsrang, am Freitag wartet RB Leipzig – ein Gegner, der für Spitzenfußball steht und die Berliner Defensive bereits in der Vorbereitung auf 180 Stundenkilometer hochgeschraubt hat.

Union steht vor der zerreißprobe – und magath im tv-zirkel
Die Köpenicker müssen in Leipzig mindestens einen Punkt mitnehmen, sonst rückt die rote Laterne in greifbare Nähe. Die Statistik spricht gegen Eta: Kein Debütant seit 2019 verlor sein erstes Spiel und rettete den Klub noch vor dem Abstieg. Die Fans halten sich an Fahnen und Hoffnung, doch intern wächst die Unruhe. Geschäftsführer Oliver Ruhnert muss nun Magaths Vorwürgen standhaft entgegentreten – und gleichzeitig die Kabine hinter seiner Trainerin versiegeln.
Am Sonntag wird Magath den Stein ins Rollen bringen: Im Sport1-Doppelpass live aus dem Hilton am Münchner Flughafen (11:00 bis 13:30 Uhr) sitzt er erneut am Tisch. Die Sendung gilt als Tempel der Fußball-Deutungshoheit – und er hat schon seinen nächsten Seitenhieb angekündigt: „Wenn Union glaubt, mit Sympathiepunkten Klassenerhalt zu spielen, täuscht sich der Verein gewaltig.“
Die Uhr tickt. Die Meinungen spalten sich. Und während Eta in der Länderspause Videosequenzen analysiert, schreiben Union-Anhänger bereits Online-Petitionen – mal gegen, mal für ihre Trainerin. Die Wahrheit liegt auf dem Platz in Leipzig. Dort wird sich zeigen, ob Geschichte mutig weiterschreibt – oder ob Magaths düstere Prognose Realität wird.
