Madrid-juwel robinson: 43 punkte in 22 minuten!
Madrid hat einen neuen Star in der Jugendabteilung gefunden: Rhys Selby Robinson. Der 16-jährige Guard, kürzlich naturalisiert als Spanier, präsentierte am Dienstag eine Leistung von schier unglaublicher Qualität und ließ die Zuschauer im Viertelfinale der Cadete-Meisterschaft von Madrid fassungslos zurück.

Ein ausnahmetalent mit internationalem potenzial
43 Punkte in nur 22 Minuten – diese Statistik spricht Bände über die außergewöhnliche Leistung von Rhys Selby Robinson gegen das Distrito Olímpico. Mit einer Trefferquote von 8 von 10 Würfen aus der Distanz demonstrierte er nicht nur seine Präzision, sondern auch seine immense Gefahr für die gegnerische Verteidigung. Fünf Rebounds, vier Assists und vier Ballgewinne runden das beeindruckende Gesamtbild ab. Doch Robinson ist mehr als nur ein Schütze. Seine Vielseitigkeit, gepaart mit einem herausragenden Spielverständnis, erlaubt ihm, jede Position im Backcourt zu spielen – sogar die des Spielmachers, wo seine Größe ihn gegenüber seinen Gegenspielern einen erheblichen Vorteil verschafft.
Seine Entwicklung beim Real Madrid ist bemerkenswert. Bereits bei der Minicopa Endesa 2024 wurde er in das ideale Quintett gewählt und überzeugte auch im Finale, trotz der knappen Niederlage gegen Barcelonas Mohamed Dabone, mit 13 Punkten und neun Rebounds. Der Gewinn des MVP beim prestigeträchtigen Torneo U16 Villa de la Orotava und des No Borders Eurocup 2025 unterstreichen sein Talent zusätzlich. Und dann ist da noch der Titel als spanischer Jugendmeister mit der Comunidad de Madrid – ein Beweis für seine Bedeutung für das Team.
Robinson hat bereits sein Debüt in der Liga gefeiert und sammelte in drei Einsätzen durchschnittlich 3,3 Punkte, 1,3 Rebounds und 1,0 Assist in 13 Minuten. Seine Vielseitigkeit und sein Spielverständnis werden oft mit dem von Rudy Fernández verglichen – ein Kompliment, das seinesgleichen sucht. Der Spieler, dessen Vater in der Universitätsmannschaft von Indiana spielte und in Großbritannien eine erfolgreiche Karriere hatte, wurde in Redwood City (Kalifornien) geboren und in Oakland Soldiers Blue ausgebildet. Obwohl ihm die NCAA mit attraktiven Angeboten in die Karten spielen könnte, entschied er sich für den Weg über die Jugendabteilung des Madrids.
Die spanische Nationalmannschaft muss sich noch gedulden, um das Talent von Robinson in ihren Reihen begrüßen zu dürfen. Nach seiner Naturalisierung im Januar dieses Jahres durch Staatsbürgerschaft, ist er noch nicht für die Jugendnationalmannschaften spielberechtigt. Erst wenn er vor seinem 21. Geburtstag nicht für eine andere Nationalmannschaft nominiert wird, kann er für Spanien antreten – ein Modell, das bereits bei Spielern wie Eli John Ndiaye, Lorenzo Brown, Serge Ibaka und Nikola Mirotic erfolgreich war. Die Zukunft gehört ihm, und mit ihm eine neue Ära für den spanischen Basketball.
