Maderer rettet lok leipzig in babelsberg mit 89-minute-kracher

Stefan Maderer schlug in der 89. Minute ein. Der Treffer bedeutete nicht nur das 2:1 für 1. FC Lok Leipzig, sondern auch den nächsten Schritt Richtung Staffelmeisterschaft. Der Spitzenreiter der Regionalliga Nordost überstand eine wilde Schlussphase in Potsdam-Babelsberg, wo die Hausherren bis zuletzt den Ausgleich wittern konnten.

Ein spiel mit zwei gesichtern

Die erste Halbzeit war taktisches Schach. Babelsberg presste früh, Leipzig ließ den Ball laufen, fand aber keine Lücken. Ayodele Adetula und Lukas Wilton setzten erste Akzente, doch der letzte Pass blieb ungenau. Die Gäste brauchten zehn Minuten, um die Partie in den Griff zu bekommen – danach dominierten sie zwar die Ballbesitzstatistik, blieben vor dem Tor harmlos.

Nach der Pause platzte der Knoten. Cevis donnerte den Ball aus 20 Metern zum 1:0 in den Winkel. Die Führung hielt nur 120 Sekunden. Theo Ogbidi schaltete nach einem abgefälschten Schuss am schnellsten und stocherte zum Ausgleich ein. Die Partie kippte. Babelsbergs Kapitän Paul Wegener flog nach einem spitzen Einsteigen gegen Cevis mit Rot vom Platz. Die Leipziger rohen Blut.

Maderer trifft, leipzig jubelt

Maderer trifft, leipzig jubelt

In der 89. Minute flankte Abderrahmane von rechts, der eingewechselte Maderer nahm den Ball volley – unten rechts, keine Chance für Keeper Maximilian Protz. Der Lok-Anhang explodierte, die Babelsberger sanken auf die Knie. Mit nun 61 Punkten baut Leipzig die Tabellenführung aus, während Babelsberg auf Platz 15 landet und nur zwei Zähler über den Abstiegsrängen bleibt.

Die Zahlen sind eindeutig: Leipzig hat 13 der letzten 14 Auswärtsspiele gewonnen, Babelsberg dagegen nur eines der vergangenen acht Heimspiele. Die Luft für die Potsdamer wird dünner, für die Sachsen riecht es immer mehr nach Aufstieg.