Lundskog führt lakers in die playoffs – doch kader-umbruch steht bevor!

Rapperswil-Jona – Ein Aufatmen am Obersee: Unter der Leitung von Johan Lundskog haben sich die SC Rapperswil-Jona Lakers überraschend für die Playoffs qualifiziert. Nach schwierigen Jahren, in denen der Abstieg in die Division 1 drohte, scheint der Trend gewendet. Doch der Triumph könnte trügerisch sein, denn ein umfassender Umbau des Kaders wird in dieser Transferphase unausweichlich.

Die saison im rückblick: von der krise zur playoff-sensation

Die vergangene Saison war für die Lakers eine Achterbahnfahrt. Nach drei Jahren in den Top-Rängen stürzte das Team unter Stefan Hedlund bis auf den zwölften Platz ab. Die Doppelbelastung durch die Champions Hockey League spielte dabei offenbar eine entscheidende Rolle. Mit der Übernahme durch Lundskog kam frischer Wind, und die Lakers zeigten eine bemerkenswerte Leistungssteigerung. Der Einzug in die Playoffs ist der verdiente Lohn für diese Entwicklung.

Doch der Jubel wird getrübt durch die zahlreichen Abgänge, die den Kader massiv verändern werden. Roman Cervenka verliess den Verein bereits im Sommer, gefolgt von Trainer Hedlund im Dezember und Sportchef Janick Steinmann im März. Claudio Cadonau übernahm die sportliche Leitung und steht nun vor der Herausforderung, einen schlagkräftigen Kader für die nächste Saison zusammenzustellen.

Die Zahlen lügen nicht: Während der Saison 2024/25 bewiesen die Lakers ihren Aufwärtstrend. Als Siebter der Tabelle qualifizierten sie sich über die Play-Ins für die Playoffs – ein Erfolg, der die Fans begeistert.

Wer bleibt, wer geht? ungewissheit um schlüsselspieler

Wer bleibt, wer geht? ungewissheit um schlüsselspieler

Die Verträge von Nicklas Jensen und Victor Rask laufen aus, ihre Zukunft bei den Lakers ist ungewiss. Es bleibt abzuwarten, ob die Rosenstädter sich die beiden erfahrenen Stürmer leisten können und ob diese bleiben wollen. Die Abgänge von Mika Henauer, Malte Strömwall und Jonas Taibel, die in die jeweils höheren Ligen abwandern, werden zudem eine grosse Lücke im Team hinterlassen.

Ein Lichtblick ist die Verpflichtung von Fabrice Herzog, einem erfahrenen Spieler, der in der Schweizer Liga für Furore sorgen könnte. Auch die langfristige Vertragsverlängerung mit Tyler Moy unterstreicht die Ambitionen des Vereins. Die jungen Verteidiger Daniil Ustinkov und Flavio Sauser wollen sich am Obersee durchsetzen und einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des Teams leisten.

Sportchef Cadonau hat seine Arbeit geschnitten, aber die langfristige Planung muss nun beschleunigt werden. Es gilt, frühzeitig die Kaderplanung für die Saison 2027/28 voranzutreiben und den Markt nach vielversprechenden Neuzugängen abzusuchen. Die Lakers stehen vor einem spannenden Sommer, in dem die Weichen für die Zukunft gestellt werden.

Die Frage ist nicht, ob die Lakers die Abgänge kompensieren können, sondern ob sie es schaffen, aus dem Umbruch eine neue, noch stärkere Mannschaft zu formen. Ein Blick auf die Tabelle der nächsten Saison wird zeigen, ob die Lakers ihren Erfolgskurs fortsetzen können – ein Erfolg, der nicht selbstverständlich war, wie Albrecht nach dem bitteren Aus betonte: „Ich glaube, wir haben alle Experten ein bisschen Lügen gestraft.“