Luna rossa fordert prada-rivale zur schlacht – und kritisiert farbgebung!
Neapel bebt! Max Sirena, das Gesicht des Luna Rossa-Teams, hat die Segel für die Coppa America 2027 geklärt – und schießt gleichzeitig gegen die Konkurrenz. Der Herausforderer aus Italien will den letzten großen Triumph im eigenen Land erringen und lässt dabei deutliche Worte fallen.

Die enttäuschung von barcelona ist verarbeitet
Die Niederlage bei der Coppa America in Barcelona 2024 sitzt tief, doch Luna Rossa blickt nach vorn. „Die ersten Monate habe ich damit verbracht, zu verstehen, was schiefgelaufen ist“, erklärt Sirena. „Wir haben analysiert, was gut lief und wo Verbesserungsbedarf besteht. Das Team wurde in allen Bereichen verstärkt – nicht nur sportlich, sondern auch in der Projektentwicklung und Organisation.“
Das Grundgerüst der 2024er-Boote bleibt zwar erhalten, doch Sirena versichert: „Die Elektronik, die Hydraulik, die Mechanik und die Segel sind alle neu. Es steckt also noch jede Menge Arbeit drin.“ Der erfahrene Skipper weiß, worauf es ankommt: „Auch in dieser Coppa America wird die Projektarbeit eine wichtige Rolle spielen.“
Ein Gewinn für das Team ist zweifellos die Verpflichtung von Peter Burling, einem wahren Ausnahmesegler. „Er integriert sich hervorragend“, lobt Sirena. „Er ist begierig darauf, das Team, das Boot und unsere Gewohnheiten kennenzulernen. Er ist bescheiden und lässt seinen Erfolg sprechen.“ Burling, der die letzten drei Coppa America gewonnen hat, scheint sich in der italienischen Mannschaft bestens einzufinden und lernt mit beeindruckender Geschwindigkeit Italienisch.
Das Segelvergnügen vor der Kulisse von Neapel verspricht ein einzigartiges Erlebnis. „Es ist eines der schönsten Segelgebiete der Welt“, schwärmt Sirena. „Mit dem Skyline der Stadt im Hintergrund und den Inseln vor uns wird es ein unvergessliches Spektakel.“
Sirena blickt zurück auf seine neun Starts bei der Coppa America und betont die rasante Entwicklung des Segelsports: „Ich hatte das Glück, die Wandlung von den Displacer-Booten zu den heutigen ‘fliegenden’ Booten zu miterleben. Diese Erfahrung hat mir die Möglichkeit gegeben, auf höchstem Niveau zu bleiben.“
Die Verantwortlichen arbeiten intensiv an der Stabilisierung und dem kommerziellen Wachstum des Wettbewerbs. „Wir wollen aus unseren Fehlern lernen und eine erfolgreiche Zukunft gestalten“, so Sirena.
Besonders wichtig ist Sirena die Unterstützung der neapolitanischen Bevölkerung. „Wir müssen die Menschen von Neapel für uns gewinnen. Nicht wie bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1990, als die Stadt für Argentinien jubelte.“
Und dann der Seitenhieb: „Die Neuseeländer sind sehr gut darin, die lokalen Fans für sich zu gewinnen – mit fragwürdigen Marketing-Tricks. Ich beziehe mich auf die blau lackierten Foils von Neuseeland, die an die Farben des SSC Neapel erinnern. Ein schlechter Geschmack, ganz einfach.“
Sirena, bekennender Motorsportfan, genießt die Erfolge italienischer Sportler: „Antonelli, Bezzecchi und natürlich Sinner begeistern mich. Es ist emotional, sie gewinnen zu sehen. Der Sport vereint unser Land.“ Sein besonderer Stolz ist der junge Timmerfahrer Bezzecchi, dessen Vater er gut kennt.
Auch Luna Rossa setzt auf junge Talente wie Marco Gradoni, der bei der Youth America’s Cup in Barcelona bereits brillierte. „Er könnte der Antonelli der Segelwelt werden“, prognostiziert Sirena. „Er hat einen gewissen Temperament, aber wir werden ihn gut managen.“
Sein Sohn Lorenzo ist zudem Weltmeister in der Nacra 15-Klasse. „Er muss sich seinen Erfolg hart erarbeiten“, betont Sirena. „Ich habe meinen Kindern immer gesagt, dass es im Sport keine Abkürzungen gibt.“
Die bevorstehende Coppa America wird die erste mit einer Frau in der Crew sein – eine historische Errungenschaft. „Ein wichtiger Schritt für den Segelsport“, so Sirena.
Die Herausforderungen sind groß, aber das Luna Rossa-Team ist bereit. Mit einem neuen Strategie und der Unterstützung der Heimatstadt Neapel will man die Coppa America zurück nach Italien holen – und dabei die Konkurrenz mit Stil übertrumpfen.
