Luis enrique: sporting gijón – eine verpasste chance und ein wm-erinnerung, die überrascht

Luis Enrique, der Coach des Paris Saint-Germain, hat in einem Interview mit der asturischen Zeitung La Nueva España Einblicke in seine Vergangenheit und Zukunft gewährt. Dabei fiel seine Einschätzung zur möglichen Trainerstation bei seinem Heimatverein Sporting Gijón besonders auf – und offenbarte eine unerwartete Perspektive auf das WM-Debakel 2022.

Ein verpasster traum in gijón

Die Frage, ob Luis Enrique in Zukunft das Ruder beim Sporting Gijón übernehmen könnte, beantwortete der frühere spanische Nationaltrainer mit deutlichen Worten. Er betonte, dass die Chance, ihn zu verpflichten, bereits in der Vergangenheit vergeben wurde, als er noch als unbekannter Trainer galt. „Die Gelegenheit war da, als ich niemand war. Der FC Barcelona gab mir die Chance, die Jugend zu trainieren – das war der entscheidende Schritt“, erklärte er.

Doch es ist mehr als nur ein verpasster Zeitpunkt. Luis Enrique drückte seine Bedenken hinsichtlich eines Scheiterns in seiner Heimat aus. Er verglich seine Situation mit der von Abelardo Fernández, einem ehemaligen Spieler und Trainer des Sporting, der trotz Erfolgen als Spieler kritisiert und schließlich entlassen wurde. „Ich habe Angst, in meiner Heimat zu scheitern. Ich habe gesehen, was Pitu erlebt hat… Wenn ich nach Gijón gehe und dort scheitere, springe ich vom Cerro de Santa Catalina“, scherzte er, doch die Aussage verdeutlicht seine Zögerlichkeit.

Der Coach räumte ein, dass er sich inzwischen an das höchste Leistungsniveau gewöhnt hat und sich dort wohlfühlt. „Ich bin es gewohnt, auf höchstem Niveau zu arbeiten. Es ist unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich“, fügte er hinzu. Angesichts der Erfahrungen von Abelardo, der in Abstiegskämpfen zu kämpfen hatte, scheint Luis Enrique eine Rückkehr zum Sporting Gijón im Abstiegskampf als unvorstellbar zu betrachten.

Ein wm-erinnerung, die schmerzte – und freude bereitete

Ein wm-erinnerung, die schmerzte – und freude bereitete

Überraschend offenbarte Luis Enrique, dass das WM-Spiel gegen Marokko, das in einem dramatischen Elfmeterschießen verloren ging, zu seinen besten Erinnerungen an eine Weltmeisterschaft gehört. Obwohl das Spiel als einer der größten Misserfolge seiner Amtszeit angesehen wird, sah er darin einen Triumph des Geistes. „Das war mein größter Genuss in einer Weltmeisterschaft. Wir waren den Marokkanern überlegen, haben unser Bestes gegeben, und das Spiel ging in die Verlängerung. Es ist eine Freude, die ich nie vergessen werde“, erklärte er.

Die ironische Wendung: Luis Enrique betonte, dass das Spiel für ihn eine Quelle der Freude war, obwohl es für viele als Drama und Betrug wahrgenommen wurde. Er freut sich darauf, die kommenden Weltmeisterschaften als Fan mit Bier oder Sidra zu verfolgen.