Lorang verlässt bora-hansgrohe: evenepoel schwärmt von zusammenarbeit
Ein überraschendes Kapitel geht zu Ende: Dan Lorang, seit 2017 eine feste Größe im Team Bora-Hansgrohe, wird seine Tätigkeit nach der diesjährigen Tour de France beenden. Die Entscheidung, die von Teamchef Ralph Denk mit Respekt und Bedauern aufgenommen wurde, wirft einen neuen Lichtkegel auf die Trainersuche des Weltteams und markiert das Ende einer erfolgreichen Ära.
Evenepoels lob für den luxemburger
Nur wenige Monate zuvor hatte Remco Evenepoel, der zum Saisonbeginn zu Bora-Hansgrohe wechselte, noch enthusiastisch von der Zusammenarbeit mit Lorang gesprochen. „Ich komme gut mit seinem Training und seinen Plänen zurecht. Bislang habe ich nur ein gutes Gefühl dabei, und die Kommunikation ist gut, genau wie die Ergebnisse“, so der Belgier nach einem vielversprechenden Saisonstart. Besonders hervorhob Evenepoel, dass er selbst nach intensiven Trainingseinheiten noch Höchstleistungen erbringen konnte – ein Zeichen für Lorangs innovative Trainingsphilosophie. Er schuf stets eine Herausforderung, selbst an Tagen, die eigentlich zum Regenerieren gedacht waren.
Doch nun vollzieht sich ein Wandel. Lorang, der bereits vor seiner Zeit bei Bora-Hansgrohe im Red-Bull-Kosmos Athleten aus verschiedenen Sportarten betreute, wird sich nach Ende der Tour de France von seinen Aufgaben als Radsporttrainer zurückziehen. Ralph Denk betonte in einer Pressemitteilung die Schlüsselrolle, die Lorang seit 2017 beim Aufstieg des Teams an die Spitze des Radsports gespielt hat. „Als erster Performance-Trainer unseres Teams hat er zahlreiche Athleten gefördert und maßgeblich unseren Erfolg ermöglicht.“

Ein abschied mit respekt und wertschätzung
Die Entscheidung Lorangs sei zwar bedauerlich, doch das Team respektiere seinen Wunsch nach Veränderung. „Diese Offenheit und Fairness haben unsere Partnerschaft stets geprägt“, so Denk. Die Tour de France wird somit zu einem letzten gemeinsamen Highlight für Lorang und das Team um Evenepoel. Acht Trainer werden das Team an der größten Radsportveranstaltung begleiten und versuchen, die Trainingsarbeit des Luxemburgers gebührend zu krönen.
Während die Zukunft des Teams ohne Lorang ungewiss bleibt, steht fest: Der Abschied wird schmerzhof sein. Es bleibt abzuwarten, wer Lorangs Fußstapfen füllen kann und ob das Team seine Erfolgsbilanz unter neuer Führung fortsetzen kann. Die Tour de France wird eine spannende Geschichte schreiben, nicht nur auf der Straße, sondern auch hinter den Kulissen des Radsport-Teams Bora-Hansgrohe.
