Lok leipzig sichert sich dauerbrenner naumann – altglienicke wirft coach raus

Die Regionalliga Nordost bebt am 17. März 2026 an drei Fronten: Tabellenführer Lok Leipzig bindet Schlussmann Andreas Naumann bis 2027, der Hallesche FC muss ohne Hoffnungsträger Lucas Ehrlich auskommen, und die VSG Altglienicke trennt sich nach fünf sieglosen Partien von Trainer Ersan Parlatan.

Naumann bleibt, leipzig jubelt

33 Jahre, Lehrer im Hauptberuf, 65 Pflichtspiele, 33 Mal ohne Gegentor – diese Zahlen überzeugen Lok-Leipzig-Geschäftsführer Tomi Wachsmuth. „Er ist sowohl als Torwart als auch als Charakter ein sehr wichtiger Teil unserer Mannschaft“, sagt er über Naumann, der 2024 vom FC Eilenburg kam und nun vor der Frühjahrsentscheidung um den Aufstieg Ruhe ausstrahlen soll. Der Keeper selbst spricht von „unglaublich wohl“ und klingt dabei so entschlossen wie seine Vorderleute, wenn sie Gegenstoß spielen.

Ehrlich fällt, halle zittert

Ehrlich fällt, halle zittert

Nur 45 Kilometer südwestlich sieht die Welt anders aus. Lucas Ehrlich, erst am Wochenende mit dem 2:1 gegen BFC Preussen zum Matchwinner avanciert, zog sich beim Umknicken eine Bandverletzung zu. Mehrere Wochen Pause – das ist für den HFC mehr als ein personelles Loch, es ist ein Dämpfer für die Aufstiegsrechnung. 15 Spiele, ein Tor – nun wird die Saisonstatistik auf Eis gelegt.

Altglienicke zieht den stecker

Altglienicke zieht den stecker

Während Lok und Halle noch Kurs nehmen, rudert die VSG Altglienicke bereits. Fünf Spiele ohne Sieg, die Luft wird dünn, der Vorstand reagiert. Ersan Parlatan muss gehen – trotz Vertrag bis 2027. Die Trennung erfolgt „auf Basis unterschiedlicher Vorstellungen in der sportlichen Ausrichtung“, heißt es trocken. Co-Trainer Ercan Aydinoglu folgt seinem Chef, Interimslösung Dan Twardzik kennt die Truppe aus dem Vorjahr. Ob der 34-Jährige die Saison noch retten kann, wird sich zeigen – die Punkte sind knapp, die Zeit noch knapper.

Die Regionalliga Nordoff schreibt am 17. März 2026 also nicht nur Zahlen, sondern Geschichten: vom Lehrer, der im Tor steht, vom Stürmer, der plötzlich fehlt, und vom Coach, der seinen Platz räumen muss. Die Meisterschaft ist offen, die Nerven liegen blank – und das ist erst der März.