Liverpool verliert beim tabellenletzten – debakel in der nachspielzeit

Das hätte sich niemand ausgemalt: FC Liverpool fährt nach Wolverhampton, zum abgeschlagenen Schlusslicht der Premier League, und kommt mit einem 1:2 nach Hause. Nicht irgendwie. Sondern in der Nachspielzeit, durch ein Tor, das die Niederlage besiegelt, als die Reds gerade dachten, sie hätten sich gerettet.

Vier siege in folge – und dann das

Liverpool hatte zuletzt Fahrt aufgenommen. Vier Pflichtspielsiege am Stück, der Rhythmus stimmte, die Stimmung auch. Dann kam das Molineux Stadium – und mit ihm eine dieser Nächte, die im Fußball einfach passieren, auch wenn man sie sich nicht erklären kann.

Die Reds dominierten das Spiel. Keine Frage. Aber Dominanz und Tore sind zwei verschiedene Dinge, und genau das wurde Liverpool zum Verhängnis. Vor der Pause fehlte die Präzision im letzten Drittel fast vollständig. Kurz nach dem Wiederanpfiff dann der Moment, der das Spiel hätte kippen können: Cody Gakpo trifft die Latte – aber er hatte dem besser postierten Curtis Jones den Ball weggeschnippt. Falsche Entscheidung, falscher Zeitpunkt.

Rodrigo gomes trifft mit dem allerersten torschuss

Rodrigo gomes trifft mit dem allerersten torschuss

Was danach folgte, war schmerzhaft in seiner Schlichtheit. Rodrigo Gomes traf für Wolverhampton in der 78. Minute – mit dem allerersten Torschuss der Gastgeber. Der erste. Das sagt alles über den Abend.

Mohamed Salah antwortete in der 83. Minute mit dem Ausgleich – sein erstes Tor nach zehn Spielen ohne Treffer. Zehn Spiele. Eine Ewigkeit für einen wie ihn. Für einen kurzen Moment schien Liverpool dem Debakel zu entkommen.

Dann kam die 90.+4. Minute. André traf zum 2:1. Schlusspfiff. Stille.

Wirtz fehlt – und der druck wächst

Wirtz fehlt – und der druck wächst

Ohne Florian Wirtz musste Liverpool an diesem Abend auskommen. Der deutsche Nationalspieler plagt sich mit Rückenproblemen und wird voraussichtlich auch am Freitag im FA Cupgegen denselben Gegner nicht zur Verfügung stehen. Ob sein Fehlen den Unterschied gemacht hätte, bleibt Spekulation – aber die Kreativität im Offensivspiel war an diesem Abend spürbar eingeschränkt.

Trainer Arne Slot brachte seine Frustration nach dem Abpfiff auf den Punkt: „Ich mag den Fußball der Premier League nicht