Barça siegt 3:0 – und fliegt trotzdem raus: copa-drama gegen atlético
Drei Tore, ein Helden-Teenager, ein verwandelter Elfmeter von Kapitän Raphinha – und am Ende doch das Aus. Der FC Barcelona hat im Halbfinale der Copa del Reygegen Atlético Madrid alles gegeben, was möglich war. Nur das Wunder blieb aus. Das 3:0 (2:0) im Rückspiel reichte nach dem desaströsen 0:4 in der Hauptstadt schlicht nicht. Hansi Flick und seine Mannschaft scheiden aus – und das tut weh, weil man gespürt hat, dass da mehr drin war.
Marc bernal macht hoffnung – bis die zeit abläuft
Es war Marc Bernal, der 17-jährige Youngster, der den Camp Nou zum Träumen brachte. Sein Tor in der 29. Minute, dann sein zweiter Treffer in der 72. – dazwischen Raphinhas Foulelfmeter kurz vor der Pause. Barcelona spielte, als hätte man das Hinspiel vergessen wollen. Atlético nicht. Die Madrilenen verteidigten ihr Polster mit einer Kaltblütigkeit, die man von Diego Simeoones Mannschaften kennt: selten elegant, immer effektiv.
Flicks Team kam kaum ins Stocken, selbst als Jules Koundé bereits in der 12. Minute verletzt ausgewechselt werden musste. Sein Ersatz Alejandro Balde hielt durch – bis auch er in der 70. Minute angeschlagen vom Platz musste. Zwei Innenverteidiger weg, und Barça spielte trotzdem weiter nach vorne. Das ist das Positive an diesem Abend. Das Bittere: Die letzte Präzision vor dem Tor fehlte, wenn es wirklich drauf ankam.

Atlético rettet den vorsprung – mit glück und eiskalter erfahrung
Atlético kam kaum zu Kontern. Aber sie brauchten keine. Vier Tore Vorsprung aus dem Hinspiel sind ein Luxus, den man sich leisten kann, wenn man das Verteidigen zur Kunstform erhoben hat. Der Titelverteidiger steht im Finale – 25. April in Sevilla. Barça schaut zu.
Das zweite Halbfinale steigt am Mittwoch um 21 Uhr auf DAZN: Real Sociedad empfängt Athletic Bilbao, das Hinspiel endete 1:0. Und wer sich fragt, wo Real Madrid ist: Die Königlichen sind bereits im Achtelfinale beim Zweitligisten Albacete Balompié mit 2:3 gescheitert – eine Blamage, die in Madrid noch immer hallt.
Für Flick bleibt die Liga. Und die Erkenntnis, dass dieser Kader kämpfen kann – auch wenn das Ergebnis längst feststand.
