Liverpool bangt: wirtz stärkt trainer slot trotz krise

Der Druck in Liverpool ist immens. Nach einer desaströsen Saison und dem Aus im FA Cup hat sich eine regelrechte Hölle über den Verein ergieben. Doch inmitten des Chaos gibt es einen Hoffnungsschimmer: Florian Wirtz, der teuerste Neuzugang, hält seinem Trainer Arne Slot den Rücken frei – und das trotz der unglücklichen Umstände.

Wirtz

Wirtz' vertrauen in slot: eine frage der perspektive

Vor dem brisanten Champions-League-Viertelfinalduell gegen Paris Saint-Germain am Mittwochabend (21 Uhr) betonte Wirtz, dass er weiterhin fest an Slot glaubt. „Wir glauben an den Trainer“, erklärte der DFB-Nationalspieler in der Pressekonferenz. Sein Vertrauen beruht dabei auf der erfolgreichen Vorsaison, in der Slot als Nachfolger von Jürgen Klopp die Meisterschaft gewann. Eine Leistung, die in Anbetracht der aktuellen Lage fast surreal wirkt.

Doch die Gegenwart sieht anders aus. Liverpool kämpft in der Premier League lediglich um die Qualifikation für die Champions League und steht bereits mit einem Fuß in der Tür zur Europa League. Die jüngste 0:4-Pleite gegen Manchester City im FA Cup verdeutlicht die Probleme der Mannschaft. Die Investitionen von 450 Millionen Euro im Sommer – für Wirtz, Jeremie Frimpong, Hugo Ekitiké, Alexander Isak und Milos Kerkez – scheinen sich bisher nicht auszuzahlen. Eine erschreckende Bilanz, die selbst Wirtz offen eingesteht: „Wir hätten uns gewünscht, dass es noch besser wäre, aber es ist, wie es ist.“

Selbstdarsteller oder loyaler Teamplayer? Die Kritik an Wirtz, der von manchen als „Selbstdarsteller“ bezeichnet wird, wird in England lauter. Doch der junge Offensivstar wehrt sich gegen diese Vorwürfe und betont die Bedeutung der Mannschaft: „Wir haben immer noch Ziele. Alles, was ich sagen kann, ist, dass wir an den Trainer glauben und morgen unser Bestes zeigen wollen.“ Die Atmosphäre im Team sei gut, trotz der schwierigen Situation. „Wir glauben an uns, wir haben eine gute Gruppe mit großartigen Charakteren und Spielern und einen guten Trainer, der versucht, uns gut auf das Spiel vorzubereiten.“

Die Erinnerung an das Hinspiel im Parc des Princes, das Liverpool knapp mit 1:0 für sich entscheiden konnte, ist zwar positiv, doch die anschließende Niederlage im Elfmeterschießen hat gezeigt, wie fragil der Erfolg sein kann. Um gegen Paris Saint-Germain bestehen zu können, sind „90 Minuten voller Energie und Hingabe“ gefragt. Eine Herausforderung, die Slot und seine Mannschaft annehmen müssen – denn die Chance auf den Titel ist die einzige Hoffnung, die Liverpool in dieser Saison noch hat.