Liv golf: die milliarden-wette steht vor dem aus?

Die aufregende, aber umstrittene Geschichte des LIV Golf könnte schneller enden, als viele erwartet haben. Während der junge Ligist mit großzügigen Preisgeldern Stars anzulocken versuchte, deutet einiges darauf hin, dass die Finanzierung durch den saudi-arabischen Staatsfonds PIF nicht von Dauer sein könnte. Bis 2026 ist die Existenz zwar noch abgesichert, doch die Frage, was danach kommt, beschäftigt die Golfwelt.

Ein teurer spaß: die preisgelder im vergleich

Der Startschuss für LIV Golf fiel 2022 mit einem Paukenschlag und dem Ziel, die etablierte PGA Tour herauszufordern. Die Investitionen des PIF waren enorm, um eine konkurrenzfähige Struktur aufzubauen. Aktuell werden pro Turnier stolze 30 Millionen Dollar (ca. 27,8 Millionen Euro) ausgeschüttet, davon 22 Millionen für den Einzel- und 8 Millionen für den Team-Wettbewerb. Das übertrifft sogar The Players Championship, das prestigeträchtigste Turnier der PGA Tour mit 25 Millionen Dollar im Gesamtpool. Doch dieser finanzielle Aufwand wirft Fragen auf, ob sich die Investition langfristig rechnet.

Jon Rahm führte die Siegerliste 2025 an, sein Preisgeld betrug 13.613.792 Dollar, zuzüglich 19.400.000 Dollar an Bonuszahlungen – eine Summe, die schwindelerregende 33.013.792 Dollar ergibt. Doch Rahm ist nicht der einzige, der dank LIV Golf ein beträchtliches Vermögen angehäuft hat. Joaquin Niemann, Talor Gooch, Dustin Johnson und Bryson DeChambeau profitieren ebenfalls von den hohen Prämien. Die Top 10 der LIV Golf-Verdiener sehen wie folgt aus:

– Jon Rahm: 87.683.196 $

– Joaquín Niemann: 71.648.252 $

– Talor Gooch: 68.748.280 $

– Dustin Johnson: 64.145.505 $

– Bryson DeChambeau: 58.423.131 $

– Cameron Smith: 50.936.040 $

– Sergio García: 46.437.479 $

– Brooks Koepka: 44.710.115 $

– Branden Grace: 39.318.094 $

– Patrick Reed: 37.489.509 $

Die zukunft ungewiss: kann liv golf ohne pif überleben?

Die zukunft ungewiss: kann liv golf ohne pif überleben?

Die hohen Preisgelder mögen die Spieler anlocken, doch die Abhängigkeit von der saudi-arabischen Staatsinvestition ist ein Achillesferse. Die anfängliche Euphorie im Publikum ist ebenfalls nicht so groß, wie es sich der Ligist erhofft hatte. Das Modell, mit dem LIV Golf versucht, den Golfsport neu zu definieren, scheint anfänglich auf teure Versprechen aufgebaut zu sein, statt auf eine nachhaltige Basis. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob der Ligist einen Weg findet, die Kosten zu senken und sich langfristig zu etablieren, oder ob das Milliarden-Projekt scheitern wird. Die hohen Summen, die bereits ausgeschüttet wurden, sind ein deutliches Zeichen dafür, dass die Zukunft des LIV Golf alles andere als garantiert ist.

Die Frage ist nicht, ob die Spieler die hohen Gagen vermissen werden, sondern ob das Fundament, auf dem LIV Golf gebaut wurde, überhaupt tragfähig ist, wenn die saudi-arabischen Gelder versiegen. Die Antwort wird die Golfwelt in den kommenden Jahren mit Spannung verfolgen.