Lipowitz: höher, schneller, besser – tour-ambitionen steigen!
Florian Lipowitz, der Dritte der letzten Tour de France, bereitet sich mit beeindruckender Form auf den erneuten Angriff vor. Nach erfolgreichen Frühjahrsergebnissen und intensivem Höhentraining in der Sierra Nevada und den Stubaier Alpen gilt er als ernsthafter Anwärter auf eine Top-Platzierung – und vielleicht sogar mehr.
Die zahlen lügen nicht: lipowitz steigert seine watt-ausbeute
Lipowitz selbst spricht von einer deutlichen Weiterentwicklung im Vergleich zum Vorjahr. „Ich bin super happy mit dem Frühjahr“, so der 25-Jährige. Seine Leistungsdaten bestätigen diese Einschätzung: Platz drei bei der Katalonien-Rundfahrt, Platz zwei in der Baskenland-Rundfahrt und erneut Platz zwei bei der Tour de Romandie. Die Watt-Werte, die er bei der Tour de Romandie erreichte, entsprachen bereits denen des Vorjahres. „Deshalb hoffe ich, dass ich noch das ein oder andere Watt bis zur Tour drauflegen kann“, erklärt der Borahansgrohe-Sprinter.

Ein wechsel in der vorbereitung: slowenien statt dauphiné
Dieses Jahr verzichtet Lipowitz auf die traditionelle Tour-Generalprobe, die Dauphiné-Rundfahrt. Stattdessen startet er bei der fünftägigen Slowenien-Rundfahrt. „Die Slowenien-Rundfahrt ist kleiner und ruhiger. Ich hoffe, dass ich dadurch ein bisschen frischer, körperlich wie auch mental, zur Tour komme“, so Lipowitz. Ein strategischer Schachzug, um ausgeruht und fokussiert an den Start zu gehen.

Höhentraining mit unterstützung: die freundin an seiner seite
Nach Slowenien steht erneut ein Höhentraining an, diesmal in Kühtai, Österreich, wo Lipowitz eine Woche mit seiner Freundin Antonia Weeger, einer professionellen Mountainbikerin, verbringen wird. Die gemeinsame Zeit in den Alpen dient nicht nur der sportlichen Vorbereitung, sondern auch der mentalen Stabilität. „Dort kann ich mich gut auf die Tour vorbereiten“, sagt Lipowitz.
Die konkurrenz schläft nicht: neue talente mischen mit
Obwohl Lipowitz selbst zuversichtlich ist, räumt er ein, dass die Konkurrenz auf der Tour de France größer denn je ist. Das französische Supertalent Paul Seixas (19) wird sein Tour-Debüt geben. Neben ihm sind Namen wie Juan Ayuso, Mattias Skjelmose, Oscar Onley und Kévin Vauquelin zu nennen, die ebenfalls um das Podest kämpfen werden. Pogacar und Vingegaard sind weiterhin die Maßstäbe.
Doppelspitze mit evenepoel: eine neue strategie für borahansgrohe
Ein besonderes Augenmerk gilt der Zusammenarbeit mit dem belgischen Doppel-Olympiasieger und Zeitfahr-Weltmeister Remco Evenepoel, der neu zum Borahansgrohe-Team stößt. Lipowitz sieht in ihm einen idealen Partner für eine Doppelspitze bei der Tour. „In Katalonien hat man gesehen, dass wir gut zusammen funktionieren“, betont Lipowitz. Die Strategie ist klar: gegenseitige Unterstützung und taktische Flexibilität, um im Kampf um die Tages- und Etappensiege erfolgreich zu sein.
Lipowitz blickt nach vorne und ist optimistisch. Mit sieben Jahren im Radsport steht er noch am Anfang seiner Karriere und weiß, dass er noch Luft nach oben hat. „Momentan ist es schwierig, zu Pogacar und Vingegaard aufzuschließen. Aber ich denke, dass ich noch nicht an meinem Leistungsmaximum bin und mich durch die Trainingsjahre weiterentwickele. Ich hoffe, die Lücke zu Jonas und Tadej über die nächsten Jahre schließen zu können.“
