Lipowitz auf augenhöhe mit pogacar? voigt sieht potenzial für erneuten triumph!
Barcelona fiebert vor, und die Radsportwelt hält den Atem an: Kann Florian Lipowitz bei der Tour de France 2026 erneut auf das Podium klettern? Der ehemalige zweimalige Etappensieger Jens Voigt äußert sich euphorisch und glaubt, dass der deutsche Hoffnungsträger überraschend nahe am Sieg dran ist. Ein Statement, das vor dem Start in Spanien für Gesprächsstoff sorgt.
Die knappe differenz: ein paar prozent mehr reichen
Voigt, der regelmäßig als Experte bei Eurosport die Rennen analysiert, betont gegenüber der dpa, dass die Diskrepanz zwischen Lipowitz und den Top-Fahrern geringer ist, als viele denken. „Letztes Jahr war der Florian einer der wenigen, der bei Tadej Pogacar versucht hat, zu reagieren“, erinnert sich der 54-Jährige. Die elf Minuten Rückstand auf Pogacar mögen viel erscheinen, doch die vier Minuten und 24 Sekunden auf Jonas Vingegaard zeigen, dass Lipowitz in der Nähe der Weltspitze operiert.
Der Schlüssel liegt, so Voigt, in minimalen Verbesserungen. „Wenn Pogacar nicht mehr so dominant ist und vielleicht einen gebrauchten Tag hat, und Florian nur zwei Prozent besser wird, dann ist er auf Augenhöhe. Da fehlt nicht viel. Wir reden von minimalen Unterschieden.“ Diese Einschätzung ist brisant, da sie Lipowitz als ernsthaften Anwärter auf einen Podiumsplatz etabliert.

Doppelspitze bei red bull: evenepoel als helfer?
Die Strategie von Red Bull-Bora-hansgrohe wird für die Tour de France spannend sein. Lipowitz muss sich erneut die Kapitänsrolle mit Remco Evenepoel teilen. Der Belgier wird seine erste Grand Tour im Trikot des deutschen Rennstalls bestreiten und wird vor allem im Zeitfahren eine Bedrohung darstellen. Im Gebirge traut Voigt Lipowitz jedoch die stärkere Rolle zu. „Ich schätze, dass Evenepoel dann die Rolle als Helfer annimmt. Er wird vielleicht etwas unglücklich sein, aber ich glaube, er ist reif genug, um zu erkennen, wann er in der zweiten Reihe stehen muss.“
Die Worte Voigts sind ein starkes Signal an das Team und die Fans. Ob Lipowitz diesem Versprechen gerecht werden kann, wird sich ab dem 4. Juli zeigen, wenn die Tour de France in Barcelona offiziell beginnt. Sollte er es schaffen, wäre er erst der zweite deutsche Radfahrer nach Jan Ullrich, der in aufeinanderfolgenden Saisons auf das Podium fährt – ein historischer Erfolg, der die deutsche Radsportgemeinde in helle Aufregung versetzen würde. Eine Leistung, die mehr als nur eine Medaille bedeuten würde: Sie wäre der Beweis, dass deutscher Radsport zurückgekehrt ist und bereit ist, die Welt zu erobern.
