Lionesses brennen nächste spur: bronze und stanway schmettern island

Nottingham bebt. In der 22. Minute zieht Lucy Bronze ab, der Ball zischt ins rechte Eck, 20 000 Stimmen explodieren. Die Europameisterinnen haben wieder zugeschlagen – und wie.

Stanway stempelt den deckel drauf

78. Minute. Georgia Stanway nimmt den Abpraller aus 16 Metern, entscheidet sich für den halbhohen Schuss ins lange Eck. Tor, 2:0, die Messe ist gelesen. Die Mittelfeldspielerin des deutschen Double-Gewinners FC Bayern erzielt damit ihr drittes Tor im zweiten WM-Quali-Spiel. Gegen die Ukraine hatte sie schon doppelt getroffen, jetzt lässt sie Island alt aussehen.

Die Zahlen sind gnadenlos: sechs Tore in zwei Spielen, null Gegentor, sechs Punkte. England führt Gruppe A3 souverän an. Spanien kann am Abend in Antalya nachlegen, doch selbst ein Sieg der Weltmeisterinnen würde die Lionesses nicht von der Tabellenspitze stoßen – dank des besseren Torverhältnisses.

Wembley wird zur endstation

Wembley wird zur endstation

Am 14. April kommt es zum Showdown im Londoner Wembley-Stadion. England gegen Spanien, Europameisterin gegen Weltmeisterin, die beiden Top-Favoritinnen im direkten Duell. Wer die Gruppe gewinnt, fährt direkt zur WM 2027 nach Brasilien. Die anderen müssen über Play-offs zittern.

Trainer Sarina Wiegman weiß, dass ihre Mannschaft noch Luft nach oben hat. „Wir haben Phasen gespielt, in denen wir Island laufen ließen“, sagt sie. „Aber wir haben auch gelernt, wie man ein Spiel kontrolliert.“ Das ist die Sprache von jemandem, der Titel gewinnen will – nicht nur Spiele.

Die Lionesses haben den Bogen raus: erst die Ukraine demontiert, dann Island weggeschossen. Nächste Station: Spanien. Und wenn es dort knallt, wird ganz Europa zusehen.