Lim kuschelt mit psg-boss: valencia-fans wittern nächsten deal

Peter Lim postet Selfies mit Nasser Al-Khelaifi – und die Mestalla bebt. Nicht vor Freude, sondern vor Erinnerung an ein 40-Millionen-Spektakel namens Gonçalo Guedes, das bis heute das teuerste Kapitel der Klubgeschichte bleibt.

Ein flug, ein foto, eine rechnung

Ende August 2017 landete Lims Learjet in Paris. An Bord: ein damals kaum bekannter Flügelflitzer, der Valencia für 40 Millionen Euro kosten sollte – plus Gehalt, plus Beratergebühren, plus jahrelanges Schulterzucken beim Anblick der Bilanz. Guedes kam per Leihvertrag, doch Lim unterschrieb die Kaufoption persönlich. Kein Sportdirektor, kein Scout, nur der Großaktionär und sein Smartphone.

Der Deal war purer Lim. Jorge Mendes hatte die Tür zum PSG-Kabinett aufgestoßen, doch der Singapurer ging hindurch, setzte sich und verhandelte wie ein Premier-League-Investor statt wie ein La-Liga-Präsident. Die Bilder von der Landung in Manises – Guedes an Lims Seite, beide lächelnd wie nach einem Pokalsieg – gingen um die Welt. Was keiner ahnte: Sie markierten den Beginn einer Transferpolitik, die Valencia seither in den roten Zahlen hält.

Abdennour und das phantom der monaco-verbindung

Abdennour und das phantom der monaco-verbindung

Zwei Jahre zuvor hatte Lim dasselbe Manöver mit Aymen Abdennour geprobt. Der tunesische Abwehrchef sollte die Lücke nach Mustafis Abgang füllen. Lim flog nach Monaco, schüttelte Dmitri Rybolovlev die Hand und unterschrieb einen 25-Millionen-Scheck. Was folgte, war eine einzige Enttäuschung: Abdennour taumelte durch die Saison, verlor den Platz, verschwand schließlich in der Versenkung. Die Rechnung blieb. Die Fans erinnern sich.

Die Wiederbegegnung mit Al-Khelaifi in Budapest lässt die Alarmglocken schrillen. Denn Lim hat nicht nur gelernt, mit europäischen Top-Clubs zu paktieren – er hat Perfektioniert, wie man sich ihre teuersten Talente andrehen lässt. Und das PSG-Kader ist nach Mbani und Guedes noch lange nicht leer.

Die Botschaft ist eindeutig: Valencia steht wieder am Scheideweg. Entweder der Klub findet endlich eine Sportstruktur, die Investoren wie Lim in die Schranken weist – oder die Mestalla wird zur ewigen Auffangstation für überteuerte Mendes-Klienten. Die 40 Millionen für Guedes sind nicht nur eine Zahl. Sie sind ein Mahnmal. Und ein Warnsignal.