Lilien in magdeburg: kohfeldt warnt vor dem tabellenletzten
Der SV Darmstadt 98 ist als Tabellenzweiter im Aufstiegsrennen, doch gerade deshalb schlägt Trainer Florian Kohfeldt Alarm: Auswärts beim Letzten 1. FC Magdeburg droht die Falle.
Kohfeldt sieht trotz tabellenbild keine pflichtaufgabe
„Magdeburg hat große individuelle Qualität im Kader. Man versteht nicht so richtig, warum sie da stehen, wo sie stehen“, sagt Kohfeldt vor dem Freitagsspiel (18.30 Uhr). Die Zahlen sprechen zwar eine klare Sprache: nur sieben Heimpunkte, Platz 18 sowohl Gesamt- als auch Heimtabelle. Doch der Coach redet seiner Mannschaft den Gegner nicht klein. Die 1:3-Pleite in Dresden vor zwei Wochen war erst die erste Niederlage seit Monaten – und genau dort setzt die Warnung an.
Die Lilien sind gewarnt, weil sie wissen: Ein Blick auf Schalke, wo in einer Woche das Top-Spiel wartet, ist noch verboten. „Ich bin da rigoros. Es geht nur um den Freitagabend“, betont Kohfeldt. Die Euphorie in Darmstadt ist längst spürbar: Als die Tickets für das Schalke-Heimspiel online gingen, brach das System kurz zusammen. Neun Spiele noch, dann ist die Saison entschieden. Neun Spiele, die über Bundesliga oder 2. Liga entscheiden.

Verletzungslage entspannt sich
Fabian Nürnberger und Killian Corredor stehen wieder zur Verfügung, möglicherweise auch Matthias Bader. Nur Stürmer Fraser Hornby fehlt noch, seine Rückkehr ist für die neue Woche angepeilt. Kohfeldt hat wieder Optionen, doch die größte heißt: Punktgewinn in Magdeburg. Ohne ihn droht der erste echte Dämpfer im Aufstiegskampf.
Die Lilien reisen mit dem Selbstbewusstsein des Tabellenzweiten, aber auch mit der Demut der Dresden-Erfahrung. In Magdeburg wartet kein Selbstgänger, sondern ein verzweifelter Abstiegskandidat mit einzelner Klasse. Für Darmstadt geht es um mehr als drei Punkte: um die Frage, ob die Euphorie Bestand hat – oder am Elbestrand schon wieder verpufft.
