Liga f: machtkampf um die vertretung – spielerinnen wollen wählen!

Ein heftiger Streit um die Interessenvertretung der Spielerinnen in der Liga F droht die neue Saison zu überschatten. Während der AFE (Asociación de Futbolistas Españoles) darauf drängt, eine Abstimmung über die gewählte Vertretung durchzuführen, verweigern FUTPRO, Futbolistas ON und Comisiones Obreras weiterhin ihr Einverständnis – ein Patt, der nun vor dem spanischen Sportgerichtshof verhandelt wird.

Die spielerinnen fordern selbstbestimmung

Die Situation ist brisant: Nach fünf Jahren ohne Neuwahl fühlen sich die Spielerinnen übergangen. Die AFE hat in den letzten Wochen intensiven Kontakt zu den Spielerinnen der 16 Teams aufgenommen und eine nahezu einstimmige Forderung festgestellt: Eine Wahl muss noch vor Ende Mai 2026 stattfinden, um die Zusammensetzung des „Banco Social“ – des Gremiums, das die Interessen der Spielerinnen vertritt – neu zu bestimmen. Die Forderung ist nachvollziehbar, insbesondere angesichts des kürzlich verabschiedeten Königlichen Dekrets 369/2026, das einen Teil der Einnahmen aus La Quiniela für den Banco Social vorsieht. Bleibt die Wahl aus, entgeht den Spielerinnen diese wichtige Finanzierung.

Doch warum verweigern FUTPRO, Futbolistas ON und Comisiones Obreras die Abstimmung? Sie beharren darauf, dass die Wahlen erst nach Ende der laufenden Saison stattfinden sollen. Ein Zögern, das die AFE als bewusste Verzögerungstaktik kritisiert, um eine dringend notwendige Verbesserung des Kollektivvertrags zu verzögern.

Die Frage ist nicht nur eine formale: Sie betrifft die Machtverteilung und die zukünftige Ausrichtung des Frauenfußballs in Spanien. Wie schon in der Primera und Segunda División sollten auch die Spielerinnen der Liga F das Recht haben, ihre eigene Vertretung zu wählen – ein Grundrecht, das seit fünf Jahren offenbar eingeschränkt wird. Die Veränderungen im Kader, die neuen Teams und die generelle Entwicklung des Liga F machen eine zeitnahe Neuwahl umso dringlicher.

Es ist ein Kampf um Selbstbestimmung, der nun vor Gericht ausgetragen wird. Die Spielerinnen haben das Recht, gehört zu werden – und das bedeutet, dass sie die Möglichkeit haben müssen, ihre eigene Stimme abzugeben. Der Ausgang dieses Konflikts wird maßgeblich darüber entscheiden, wie die Zukunft des Frauenfußballs in Spanien aussieht.

Ein verpasstes chancenfenster?

Ein verpasstes chancenfenster?

Die AFE argumentiert, dass die anhaltende Blockade durch die anderen Verbände eine verpasste Chance darstellt. Die Einführung des Banco Social und die damit verbundenen Verbesserungen im Kollektivvertrag könnten sofort in Kraft treten, wenn die Spielerinnen ihre Vertretung rechtzeitig wählen würden. Die Zeit drängt, und jede Verzögerung schadet den Spielerinnen.