Lewandowski vor champions-finale? flick überrascht mit startaufstellung
Ein Raunen ging durch die Allianz Arena, als Erik ten Hag die Aufstellung für das Ligaspiel gegen Atlético de Madrid bekannt gab: Kein klassischer Mittelstürmer in der Anfangself! Lewandowski und Ferran Torres saßen zunächst auf der Bank, während der deutsche Trainer auf Dani Olmo als vermeintlichen „falschen Neun“ setzte – eine taktische Kehrtwende, die viele Fans überraschte.

Die neue rolle von lewandowski: erholung und torgefahr
Die Entscheidung von Flick, den Polen zunächst zu schonen, ist nachvollziehbar. Lewandowski kehrte nach zwei anstrengenden Länderspielen mit der Nationalmannschaft zurück und benötigt offenbar etwas Erholung. Seine Fitness ist nach den Partien für Polen nicht optimal und eine Schonung erscheint sinnvoll, um ihn für die entscheidenden Momente in der Champions League vorzubereiten. Die Zeichen stehen jedoch gut für einen Startelfeinsatz in der anstehenden Rückspielpartie. Ein Treffer, der aus einem Abpraller resultierte, gab ihm am Samstag Selbstvertrauen und untermauert seine Ambitionen, im Zentrum des Angriffs zu stehen.
Die Zahlen sprechen für sich: Lewandowski traf in den letzten drei Spielen und scheint wieder in Topform zu sein. Allerdings ist die Situation bei Ferran Torres deutlich komplizierter. Seine Formkurve zeigt einen besorgniserregenden Abwärtstrend. Was einst seine Stärke war – das sichere Toreschießen – scheint nun völlig verschwunden. In den letzten zwölf Spielen für den FC Barcelona gelang ihm kein einziger Treffer, obwohl er zahlreiche Gelegenheiten hatte.
Das Problem liegt nicht im Mangel an Chancen, sondern in der mangelnden Präzision im Abschluss. Wo er vor einigen Monaten noch mühelos traf, verfehlt er nun reihenweise das Tor. Flick schenkt ihm zwar weiterhin sein Vertrauen, doch die Realität sieht düster aus. Gegen Atlético könnte Ferran Torres die Chance erhalten, sich zu rehabilitieren. Schließlich ist das Atlético-Spiel ihm immer wohlgesonnen – in den letzten beiden Saisons erzielte er dort jeweils drei Tore. Ob er diese Chance nutzen kann, wird sich zeigen. Seine Leistung wird entscheidend sein, ob er seinen Platz im Team behält.
Die Entscheidung von Flick, auf einen ungewöhnlichen Sturmkonzept zu setzen, wirft Fragen auf. Es bleibt abzuwarten, ob diese Strategie aufgeht und ob Lewandowski tatsächlich in der Lage sein wird, die entscheidenden Tore im Champions-League-Finale zu erzielen. Der Druck ist hoch, die Erwartungen enorm. Nur die Zeit wird zeigen, ob Flick mit seiner Taktik den richtigen Nerv getroffen hat.
