Lene forsbach bleibt luchs – 54 tore später unterschreibt sie bis 2028
Lene Forsbach knallt weiter für Buchholz. Nach 54 Treffern in 21 Partien hat die 24-jährige Rückraumschützin ihren Vertrag bei den Handball-Luchsen vorzeitig um zwei Jahre verlängert – ein klares Signal im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga.
Prelcec: „sie wird noch einen gang hochschalten“
Trainer Dubravko Prelcec schwärmt: „Lene hat sich von Spiel zu Spiel befreit. Harte Schritte im Winter, Extra-Einheiten vor dem Training, und plötzlich trifft sie aus neun Metern wie auf Bestellung.“ Für ihn keine Eintagsfliege: „Ich kenne ihre Zahlen aus der Jugend – sie wird 2026 bei 70 Treffern landen, wenn sie gesund bleibt.“
Die Zahlen sprechen ohnehin schon jetzt: 54 Tore bei 83 Würfen, 65 % Erfolgsquote, nur zwei siebenmeterartige Fehlwürfe. Das macht sie zur effizientesten Linksrückraumspielerin der Liga, noch vor Oldenburgs Nationalspielerin Meike Schmelzer.

Ausstiegsklausel? gab’s nicht – und das ist beabsichtigt
Intern hatte Forsbach ursprünglich eine Ausstiegsoption nach dieser Saison – die beidseitig gestrichen wurde. „Ich wollte Ruhe“, sagt sie nach dem 31:27 gegen Bensheim. „Kein Sommertheater, keine Agenten, die Klubs gegeneinander ausspielen. Die Luchse haben mich aus der Bayernliga geholt, jetzt zahle ich das zurück.“
Der Klub zahlt zurück mit Struktur: Neue Wohnung direkt am Trainingszentrum, Teilzeitstelle bei einem Hamburger Sponsorenunternehmen, individuelle Athletik-Pläne mit dem Ex-Nationalkraftcoach der Männer-Nationalmannschaft. „Das ist kein Standard, das ist Luxus in Liga zwei“, sagt Sportvorstand Jan-Hendrik Kramer.
Die Fans reagieren mit euphorischen Memes: Ein Foto von Forsbach mit Luchspfoten, darunter „Bis 2028 gebissen“. Der Online-Shop verkaufte binnen 24 Stunden 180 Trikots mit ihrer Nummer 19 – Rekord für einen Frauen-Spielertrikot im Verein.

Nächster gegner buxtehude – und sie träumt schon laut
Am Samstag gastieren die Luchse in Buxtehude. Sieben Punkte trennen Tabellenvier Buchholz von Aufstiegsplatz zwei. „Wenn wir da gewinnen, glaube ich richtig an die Relegation“, sagt Forsbach. „Und wenn ich 2028 mit den Luchsen in der Bundesliga stehe, war alles richtig.“
Keine Frage, kein „vielleicht“. Der Vertrag ist unterschrieben, der Blick nach vorne. Die Liga sollte sich warm anziehen: Diese Läuferin schießt noch lange nicht alle ihre scharfen Zähne ab.
