Le-mans-qualifying: cadillac-dominanz, ferrari-debakel!
Das Qualifying zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2026 hat für absolute Überraschungen gesorgt. Während Cadillac mit einer beeindruckenden Machtdemonstration die ersten fünf Startplätze besetzte, erlebten Ferrari und Peugeot, beides Titelanwärter, eine bittere Enttäuschung und verpassten den Cut für die Hyperpole.

Peugeot und ferrari: die großen ausfälle
Die Teams aus Italien und Frankreich, die in Spa-Francorchamps noch die Pole-Position erringen konnten, scheinen in Le Mans an ihre Grenzen zu stoßen. Stoffel Vandoorne im #94 Peugeot, Malthe Jakobsen im #93 Peugeot und Phil Hanson im Ferrari #83 verpassten das Qualifying-Ziel um schmerzhafte Margen. Vandoorne blieb lediglich drei Zehntelsekunden, die anderen beiden sogar eine Sekunde hinter den erforderlichen Zeiten. Eine regelrechte Katastrophe für die ambitionierten Rennställe.
Die Situation wurde durch die Ergebnisse der beiden Ferrari-Werksautos noch verschärft. Der Weltmeister #51 und der Wagen mit Miguel Molina im Team landeten auf den Positionen 14 und 15 – ein deutliches Zeichen für das chronische Geschwindigkeitsproblem, das Ferrari in Le Mans plagt. Es scheint nahezu unmöglich, dass die Roten morgen überhaupt noch in die Hyperpole einzudringen können, in der nur die Top 10 der Qualifying-Ergebnisse um die Pole-Position kämpfen dürfen.
Riberas und Juncadella glänzen im Schatten Doch nicht alles lief schlecht für spanische Fahrer. Während Molina mit dem Ferrari kämpfte, konnten Álex Riberas im Aston Martin und Dani Juncadella im Genesis einen starken Auftritt hinlegen. Riberas brachte den schnellen Valkyrie auf den siebten Platz, zwei Positionen vor seinem Zwilling, während Juncadella mit dem nagelneuen Genesis GR-001 einen bemerkenswerten elften Platz erreichte. Er war damit nicht nur sicher außerhalb der Gefahrenzone, sondern auch schneller als Pipo Derani im Schwesterprototypen.
Ferdinand Habsburg im Alpine sorgte für den Höhepunkt des Tages, als er als einziger Fahrer die Cadillac-Dominanz durchbrechen und die schnellste Runde fahren konnte. Während Cadillac in den Freien Trainings noch die Spitze übernahm (Deletraz, Stevens, Nato waren zweit- und dritter, Bourdais, Bamber und Aitken fünfter), gelang es Habsburg, die Amerikaner zu übertrumpfen. Die Ergebnisse des Qualifyings zeigen eine deutliche Verschiebung der Kräfteverhältnisse, die das Rennen am Wochenende spannend machen könnte.
Die ersten zehn Fahrzeuge im Qualifying lesen sich wie folgt: Da Costa, Milesi, Habsburg (Alpine), Delétraz, Stevens, Nato (Cadillac), Taylor, Taylor, Albuquerque (Cadillac), Frijns, Rast, Van der Linde (BMW), Bourdais, Bamber, Aitken (Cadillac), Magnussen, Marciello, Vanthoor (BMW), Riberas, Sørensen, De Angelis (Aston Martin), Buemi, Hartley, Hirakawa (Toyota), Tincknell, Gamble, Gunn (Aston Martin), Makowiecki, Gounon, Martins (Alpine), Jaminet, Chatin, Juncadella (Genesis), Conway, Kobayashi, De Vries (Toyota), Lotterer, Derani, Jaubert (Genesis), Fuoco, Nielsen, Molina (Ferrari), Pier Guidi, Calado, Giovinazzi (Ferrari), Di Resta, Vandoorne, Cassidy (Peugeot), Ye, Kubica, Hanson (Ferrari AF Corse), Duval, Jakobsen, Pourchaire (Peugeot).
Die Cadillac-Teams haben sich eine komfortable Ausgangsposition erarbeitet, doch der Kampf um den Sieg ist noch lange nicht entschieden. Die verpassten Chancen von Ferrari und Peugeot könnten sich als entscheidend erweisen, während die starken Leistungen von Riberas und Juncadella Hoffnung für die anderen Teams in der Startaufstellung wecken. Die Hyperpole am morgigen Tag wird zeigen, wer sich den begehrten ersten Startplatz sichern kann. Die Spannung in Le Mans ist greifbar.
