Infantino verteidigt fifa-arbeit: „ohne trump wäre wm in den usa unmöglich“
New York – Gianni Infantino, der Präsident der FIFA, hat sich in New York in aller Öffentlichkeit zu Wort gemeldet und dabei einige brisante Aussagen getätigt. Während er sich über die Organisation der Weltmeisterschaft in den USA äußerte, ließ er durchblicken, dass ohne die Unterstützung von Donald Trump eine solche Veranstaltung in diesem Land schlichtweg unrealistisch gewesen wäre. Eine Feststellung, die für Aufsehen gesorgt hat und Fragen nach der politischen Einflussnahme auf den Weltfußball aufwirft.

Komplimente an trump, probleme mit visis und tickets
Die Äußerungen Infantinos kamen im Rahmen einer Pressekonferenz, in der er sich auch mit anderen aktuellen Themen der FIFA auseinandersetzte. Dazu gehörten die Schwierigkeiten bei der Vergabe von Visa für iranische Fans und die hohe Nachfrage nach Tickets. „Ich habe ein ausgezeichnetes Verhältnis zu ihm [Trump], und ohne seine Unterstützung wäre eine WM in den USA nicht möglich gewesen“, erklärte Infantino. Er betonte, dass er in der Vergangenheit bereits zahlreiche Großveranstaltungen organisiert habe und mit solchen Problemen vertraut sei. Doch die Probleme scheinen größer zu sein, als er zugibt.
So führte er aus, dass über sechs Millionen Tickets bereits verkauft wurden, betonte aber gleichzeitig, dass die Nachfrage um das Zehnfache übersteige. Ein besonders amüsantes Detail war seine Bemerkung über die mediale Aufmerksamkeit, die der Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, für den Verkauf von tausend Tickets zu einem Preis von 50 Dollar erhalten habe. „Er hat ein besseres Kommunikations-Team als wir“, neckte Infantino.
Die Situation rund um die iranische Nationalmannschaft wurde ebenfalls angesprochen. Infantino zeigte sich stolz darauf, dass die Mannschaft überhaupt an der Weltmeisterschaft teilnehmen könne. „Ich war in der Türkei, um sie zu treffen, und viele waren pessimistisch. Wenn es nötig gewesen wäre, hätte ich selbst einen Bus nach Teheran genommen und sie hierher begleitet. Sie haben sich qualifiziert – das ist der Geist des Fußballs!“
Ein Schatten über der Organisation? Obwohl Infantino die Probleme herunterspielen möchte, bleibt der Eindruck, dass die FIFA mit erheblichen organisatorischen Herausforderungen zu kämpfen hat. Der Fall eines somalischen Schiedsrichters, dem die Einreise verweigert wurde, wirft ein schlechtes Licht auf die Vorbereitungen. Und die Abhängigkeit von politischen Unterstützern wie Donald Trump wirft Fragen nach der Unabhängigkeit des Fußballverbands auf.
Es bleibt abzuwarten, ob die FIFA diese Probleme in den verbleibenden Tagen vor der Weltmeisterschaft in den Griff bekommt. Aber eines ist klar: Infantinos Aussagen haben eine Debatte über die Rolle der Politik im Fußball ausgelöst, die noch lange nach dem Ende des Turniers nachwirken wird.
