Lecce und cremonese kämpfen um luft im tabellenkeller
Am Sonntag um 12.30 Uhr treffen im Via del Mare zwei Mannschaften aufeinander, die in dieser Saison schon fast den Atem ausgegangen sind. Lecce hat die letzten beiden Spiele gegen Inter und Como verloren, Cremonese sammelte seit Jahresbeginn gerade mal drei Punkte und erst drei Tore. Beide stehen punktgleich auf dem vorletzten Tabellenplatz – ein Klassiker mit Zittersiegarantie.

Die zahlen, die niemand schönreden kann
14 Mal blieben die Klubs von Eusebio Di Francesco und Davide Nicola in dieser Serie A ohne Torerfolg – ein Negativrekord, den sie sich mit Lazio und Pisa teilen. Kein Wunder, dass Wettanbieter dem Halbzeitunentschieden die kürzeste Quote geben: 1,91 bis 1,95 flimmert über die Bildschirme. Wer auf ein 1:1 als Endergebnis setzt, bekommt zwischen 5,40 und 6,00-fache Kohle – ein Kurs, der die Angst der Buchmacher vor einem Remis laut werden lässt.
Lecce ist dennoch leicht favorisiert. Die 2,20 auf einen Heimsieg spiegeln vor allem die eigene Kurve wider, nicht aber die Torgefahr. Denn die Gäste gewannen das Hinspiel am Giovanni Zini mit 1:0, und wenn Jamie Vardy einmal aus der Deckung kommt, kann er mit einem einzigen Lauf die komplette Saison retten. Die Frage ist nur: Wer liefert ihm den Pass? Cremoneses Mittelfeld spielt seit Wochen wie durch Watte.
Die Wette „No Goal“ steht bei 1,65, „Goal“ dagegen erst bei 2,22 – ein Spiegelbild der Offensiv-Blindheit. Trotzdem: Wer hier nicht wenigstens ein Tor erzielt, der darf sich nicht wundern, wenn die Abstiegszone zum dauerhaften Wohnzimmer wird. Die Uhr tickt, der Druck kocht.
Am Ende zählt nur der Sieg. Alles andere ist ein Schritt näher zur Serie B – und das wissen auch die Spieler, wenn sie Sonntagmittag in den sonnengebleichten Via del Mare laufen. Die Fans werden pfeifen, die Trainer werden gestikulieren, und irgendwer muss den Ball über die Linie bugsieren. Ob das Spiel schön wird? Vergiss es. Aber es wird richtungsweisend sein.
