Lazio vor der stunde der wahrheit: kein sieg seit wochen, sassuolo fegt mit riesenform ins olimpico
Rom schläft schlecht. Seit dem 30. Januar wartet Lazio auf einen Dreier in der Serie A, und jetzt kommt Sassuolo – frisch aus drei Siegen in Serie und mit dem Selbstvertrauen eines Teams, das seit Ende Januar 15 von 18 möglichen Punkten geholt hat. Das Olimpico wird zur Glut: 20.45 Uhr, DAZN und Sky, Schiedsrichter Alberto Ruben Arena aus Torre del Greco.
Sarris notkader gegen grossos lauf
Maurizio Sarri rotiert trotz Durststrecke. Im 4-3-3: Motta – Marusic, Gila, Romagnoli, Pellegrini; Belahyane, Cataldi, Taylor; Isaksen, Ratkov, Zaccagni. Kein Immobile, kein Alberto – ein Statement. Die Kurve wird laut, aber unruhig.
Fabio Grosso lächelt. Sein Sassuolo reist mit derselben Formation, die zuletzt Atalanta und Empoli zerlegte: Muric; Walukiewicz, Idzes, Muharemovic, U. Garcia; Thorstvedt, Matic, Koné; Berardi, Nzola, Laurienté. Der italienische Meister von 2006 als Coach der Neroverdi – ein ironischer Kreis, denn er feierte sein letztes Scudetto genau hier, im Olimpico.
Die Zahlen schreien: Lazo hat in den letzten fünf Partien nur zwei Tore erzielt, Sassuolo kassierte in den letzten drei Siegen nur einen Gegentreffer. Die Bogenlampe über dem Rasen zeigt 19 Grad, keine Feuchtigkeit – perfekt für schnelles Umschalten. Sarri warnte gestern: „Wenn wir hier nicht gewinnen, wird es eng.“ Gemeint ist die Europa-League-Quali, gemeint ist auch sein Job.
Der VAR-Raum im Unterrang ist schon jetzt heiß: Paterna und Abisso haben den Monitor vorgeheizt. Die letzte Begegnung endete 0:0, aber das war vor dem Winter, vor der Krise, vor dem Aufschwung. Heute zählt nur der Jetzt-Moment. Wenn die Kurve in der 80. Minute noch einmal „Forza Lazio“ skandiert, weiß sie: Entweder wird die Saison hier gerettet – oder endgültig entzaubert.
90 Minuten, die über Champions-League-Träume und Abstiegsängste entscheiden. Rom hält den Atem an. Sassuolo will die vierte Win in Serie – und Lazio? Lazio muss, sonst wird es noch März im ewigen Stadtderby.
